Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche und fesselnde Analyse der argentinischen Finanzkrise und konzentriert sich dabei auf das Zusammenspiel zwischen lokalen und internationalen Akteuren, einschließlich des IWF und der amerikanischen Finanzsysteme. Es enthält eine detaillierte Darstellung der Ursachen und Folgen des Zusammenbruchs, die für das Verständnis ähnlicher Krisen auf der ganzen Welt relevant ist.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und leicht zugänglich und macht komplexe Finanzthemen auch für Laien verständlich. Es ist gut recherchiert und bietet tiefe Einblicke in die Beweggründe der verschiedenen Beteiligten, was es fesselnd und informativ macht. Viele Leser empfanden es als eine fesselnde Lektüre, die Elemente des Geschichtenerzählens mit gründlichen Analysen verbindet.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, dass das Buch in bestimmten Bereichen nicht detailliert genug ist, wie z. B. bei den Einzelheiten der staatlichen Mittelzuweisung und der Rolle der wichtigsten Akteure innerhalb von Institutionen wie dem IWF. Einige Kritiker merkten an, dass bestimmte Verschwörungstheorien unnötig erschienen, und es gab Vorschläge für eine Erweiterung der politischen Änderungen nach der Krise.
(basierend auf 50 Leserbewertungen)
And the Money Kept Rolling in (and Out) Wall Street, the Imf, and the Bankrupting of Argentina
In den 1990er Jahren wurden nur wenige Länder für ihre Bemühungen, dem Club der reichen Nationen beizutreten, so gelobt wie Argentinien.
Argentiniens Politik wurde vom IWF, der Weltbank und der Wall Street enthusiastisch bejubelt. Doch der Club hat eine beunruhigende Neigung, Neuankömmlingen den Rücken zuzukehren und sie auszuschließen.
So geschehen im Jahr 2001, als Argentinien einen der spektakulärsten Abstürze der modernen Geschichte erlebte. Damit einher ging ein entsetzliches soziales und politisches Chaos, ein Zusammenbruch des Peso und ein erschütternder Abschwung, der Millionen in die Armut stürzte und fast ein Viertel der Arbeitskräfte arbeitslos machte. Paul Blustein, dessen Buch über den IWF, The Chastening, von The Economist als "fesselnd, oft beängstigend" bezeichnet und vom Wall Street Journal als "eine hervorragend recherchierte und geschickt gewobene Geschichte" gelobt wurde, taucht nun in einem dramatischen Bericht, der auf Hunderten von Interviews mit hochrangigen Politikern und Finanzmarktakteuren sowie auf Unmengen interner Dokumente basiert, direkt in den Aufstieg und Fall Argentiniens ein.
Er zeigt, wie der IWF die Schwachstellen seines Musterschülers ignorierte, und entlarvt das Verhalten globaler Finanzmarktakteure in Argentinien als Parallele zu den Skandalen, die in den letzten Jahren die Wall Street erschütterten - wie die von Enron, WorldCom und Global Crossing. Indem er hinter die Kulissen des argentinischen Debakels blickt, zeigt Blustein mit unmissverständlicher Klarheit, wie schwer der Weg der Hoffnung und des Fortschritts für den großen Teil der Menschheit, der noch immer in Armut und Unterentwicklung steckt, zu finden ist.