Bewertung:

Michael Nesmiths Memoiren „Infinite Tuesday“ sind eine offene Auseinandersetzung mit seinem Leben als Musiker und kreativer Geist. Das Buch ist eher als eine Reihe von Vignetten denn als lineare Autobiografie aufgebaut und konzentriert sich auf seinen persönlichen Weg, seine Beziehungen und Reflexionen, anstatt ausführlich auf seine Zeit mit den Monkees einzugehen. Während viele Leser seinen introspektiven Schreibstil und seine einzigartige Erzählweise schätzen, äußern einige ihre Enttäuschung über die begrenzte Diskussion über seine Musik und seine Bandkollegen.
Vorteile:⬤ Aufrichtiger und introspektiver Schreibstil, der seine Lebenserfahrungen und sein persönliches Wachstum widerspiegelt.
⬤ Einzigartige nicht-lineare Struktur, die die Komplexität der Erinnerung widerspiegelt.
⬤ Einblicke in seine Beziehungen zu berühmten Persönlichkeiten und in den kreativen Prozess seiner Arbeit.
⬤ Reiches Vokabular und wortgewaltiger Ausdruck der Gedanken.
⬤ Ehrliche Schilderung seiner Misserfolge und Momente des Selbstzweifels, die ihn nachvollziehbar machen.
⬤ Begrenzte Berichterstattung über seine Zeit bei den Monkees, was einige Fans enttäuschte, die mehr Details über die Band erwartet hatten.
⬤ Einige Leser finden die Erzählung weitschweifig und unzusammenhängend, es fehlt eine zusammenhängende Zeitlinie.
⬤ Gelegentliche Wiederholungen im Text, die den Gesamtfluss stören.
⬤ Weicht von einer traditionellen Autobiografie ab, was vielleicht nicht den Erwartungen aller Leser entspricht.
(basierend auf 174 Leserbewertungen)
Infinite Tuesday: An Autobiographical Riff
Michael Nesmiths vielseitiges, elektrisierendes Leben umfasst seine Rolle als Star bei den Monkees, seine Erfindung des Musikvideos und seine entscheidenden Beiträge zu Film, Comedy und der Welt der virtuellen Realität.
Vor allem aber ist es die Geschichte eines Suchenden, einer Pilgerreise auf der Suche nach einer Reihe von Prinzipien, nach denen man leben kann. Diese Suche führte Nesmith von einer Kindheit in Dallas, wo seine alleinerziehende Mutter Bette das Flüssigpapier erfand, zum Set von The Monkees in Los Angeles, in das swingende London zu John Lennon und Jimi Hendrix und zu einer unerwarteten Oase der Brillanz in der Wüste von Santa Fe, wo seine Freundschaft mit Douglas Adams und den Wissenschaftlern von Los Alamos ihm die Kraft des Unendlichen und die unendlichen Möglichkeiten menschlicher Beziehungen vor Augen führte. Dieses witzige, nachdenkliche, selbstbewusste Buch ist ein Fenster zu einem unerwarteten Leben, das auf Schritt und Tritt von der überraschenden Offenheit und dem absurden Humor eines amerikanischen Originals geprägt ist.
Wenn man Infinite Tuesday aufschlägt, ist das so, als würde man in die Welt von Michael Nesmith eintauchen, in der sich immer etwas Kurioses entfaltet und in der Riffs über alles Mögliche - von Bands über Hunde bis hin zur Natur der Realität - für eine unendlich fesselnde Reise sorgen.