
Universal Citizenship: Latina/O Studies at the Limits of Identity
In letzter Zeit haben viele Kritiker die Idee der universellen Staatsbürgerschaft in Frage gestellt, indem sie auf die rassischen, klassen- und geschlechtsspezifischen Ausschlüsse hingewiesen haben, auf denen der Begriff der Universalität beruht. Anstatt jedoch die Idee der universellen Staatsbürgerschaft zu verwerfen, baut R.
Andr s Guzm n auf diese Kritik auf, um sie insbesondere in den Bereichen Latina/o und ethnische Studien zu bekräftigen. Jenseits der Konzeptualisierung von Staatsbürgerschaft als Ergebnis von Anerkennung und Zulassung durch den Nationalstaat - in einer Verhandlung um das Recht, Rechte zu haben - behauptet er, dass universelle Staatsbürgerschaft insofern einen gewaltsamen Eintritt in das Politische aus dessen grundlegenden Ausschlüssen heraus bedeutet, dass sie an den Grenzen von Legalität und Illegalität durch einen Prozess entsteht, der über identitäre Vereinnahmung hinausgeht. Unter Rückgriff auf die Lacansche Psychoanalyse und den Begriff der "generischen Politik" des Philosophen Alain Badiou führt Guzm n seine Argumentation durch genaue Analysen verschiedener literarischer, kultureller und juristischer Texte fort, in denen die Auseinandersetzung um die Grenzen der politischen Zugehörigkeit im Vordergrund steht.
Dazu gehören die Französische Revolution, die Reaktionen auf das Gesetz H. B.
2281 in Arizona, die Proteste für die Rechte von Einwanderern 2006 in den Vereinigten Staaten, die Schriften von Oscar "Zeta" Acosta, Frantz Fanons Bericht über den antikolonialen Kampf in Algerien und vieles mehr. In jedem Fall zeichnet Guzm n das Aufkommen des "Bürgers" als kollektives Subjekt nach, das aus allen besteht, die die organisatorischen Koordinaten des Ortes, an dem sie oder er lebt, radikal verändern wollen.