Bewertung:

Das Buch „Unlocked“ von Louis Ferrante ist eine fesselnde und transformative Erzählung, die das Leben des Autors als ehemaliges Mitglied der Gambino-Verbrecherfamilie und seine Reise zur Selbstfindung und Erlösung im Gefängnis schildert. Es wird gelobt für seine unverblümte Ehrlichkeit, seine aufschlussreichen Kommentare zum Mafia-Leben und Ferrantes Fähigkeit, die Leser mit seinem lebendigen Schreibstil zu fesseln. Die Erzählung verbindet persönliche Reflexion mit intensiven Erfahrungen und führt zu einer inspirierenden Geschichte der Überwindung von Widrigkeiten.
Vorteile:⬤ Fesselnder Schreibstil, der den Leser in die Erzählung hineinzieht.
⬤ Ehrliche Darstellung des Lebens im organisierten Verbrechen und im Gefängnis ohne Verherrlichung.
⬤ Inspirierende Transformationsgeschichte, die den Leser auf einer persönlichen Ebene anspricht.
⬤ Einfühlsame Reflexion über menschliches Verhalten und Selbstfindung.
⬤ Fesselnd und schwer aus der Hand zu legen, was es zu einer angenehmen Lektüre macht.
⬤ Einige Leser fanden, dass es dem Thema der Verwandlung vom Bösen zum Guten an dramatischer Tiefe fehlte.
⬤ Kritisiert wird der Fokus auf das Leben im Gefängnis und der Wunsch nach mehr Einblick in das Leben des Autors nach dem Gefängnis.
⬤ Einige sachliche Fehler wurden bemerkt, z. B. bei der Darstellung einer Filmfigur.
⬤ Die Erzählung mag nicht diejenigen ansprechen, die einen eher traditionellen Mafia-Glamour oder Aufregung suchen.
(basierend auf 91 Leserbewertungen)
Unlocked: The Life and Crimes of a Mafia Insider
Von Louis Ferrante, einem ehemaligen Mafiagangster und Bundesgefängnisinsassen, stammen diese bemerkenswerten und bewegenden Memoiren über seinen Weg vom kriminellen Leben zu einem vielversprechenden Schriftsteller.
Bis zu seiner Inhaftierung führte Louis Ferrante das Leben eines Mafioso. Als junger Raufbold machte er sich einen Namen, indem er eine Straßenbande anführte und einen Nachbarschaftstyrannen erschoss. Später wurde er mit John Gotti Jr. und der Gambino-Familie in Verbindung gebracht. Während seiner Zeit bei der Mafia beging Ferrante die lukrativsten Raubüberfälle in der Geschichte der USA, von denen viele noch immer ungelöst sind. Doch schon bald holte ihn das Gesetz ein. Anklagen kamen vom Secret Service, der Nassau County Organized Crime Force und dem FBI (zweimal) und Louis fand sich hinter Gittern wieder.
Im Gefängnis las Louis sein erstes Buch, und es eröffnete sich ihm eine neue Welt. Im Laufe der acht Jahre, die er im Gefängnis verbrachte, las er alles von Cäsars Gallischen Kriegen bis zu Danielle Steele und alles dazwischen. Nur mit dem, was er sich selbst beibringen konnte, legte Louis erfolgreich Berufung gegen seine eigene Verurteilung ein - ein bahnbrechender Fall, der heute in Lehrbüchern zu finden ist. Neben der Rechtswissenschaft studierte Ferrante die drei großen Religionen, darunter auch den Buddhismus. Schließlich entschied er sich, orthodoxer Jude zu werden.
In seinen Memoiren erzählt der aus dem Gefängnis entlassene Ferrante von seinem kometenhaften Aufstieg in die oberste Hierarchieebene der Mafia, von seiner Zeit im Gefängnis und von der erstaunlichen Wende in seinem Leben. Nachdem er die meiste Zeit seines Lebens mit Verbrechen zu tun hatte oder im Gefängnis saß, hat sich Louis Ferrante als Schriftsteller neu erfunden. Mit seinem knackigen und doch rauen Schreibstil, der an Charles Bukowski erinnert, werden Ferrantes Geschichten über Verbrechen mit der Mafia und seine Zeit im Gefängnis das Publikum fesseln.
-- Nicholas Pileggi, Autor von Wiseguy und Casino