Bewertung:

Das Buch ist eine Reminiszenz an zwei Großmütter und ihre Familie, die von Illustrationen begleitet wird, die für ihren primitiven und reizvollen Stil geschätzt werden. Für Leser, die mit den historischen Ereignissen in Spanien während der Franco-Herrschaft nicht vertraut sind, fehlt es jedoch an ausreichendem Kontext, was zu Verwirrung führen kann.
Vorteile:Die Illustrationen werden als primitiv und reizvoll beschrieben und weisen einen einzigartigen Stil auf. Das Vorhandensein eines Nachworts und von Endnoten liefert einige kontextbezogene Informationen über die historischen Ereignisse.
Nachteile:Das Buch setzt Vorkenntnisse über den historischen Kontext voraus, was für Leser, die mit den Ereignissen in Spanien während der Franco-Herrschaft nicht vertraut sind, verwirrend sein kann. Wichtige Informationen sind nicht in den Haupttext integriert, was zu Frustration führt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
We're All Just Fine
Die Großmütter Maruja und Herminia der Künstlerin Ana Penyas leben allein in ihren jeweiligen spanischen Städten, weitgehend vernachlässigt von ihren Kindern und Verwandten, die sie nie besuchen. Doch als Ana sie besucht, wird ihr klar, dass diese Frauen, deren Alltag heute banal erscheint, aus erster Hand eine unglaublich turbulente und faszinierende Periode der spanischen Geschichte erlebt haben.
In We're All Just Fine verwebt Penyas die Erinnerungen ihrer Großmütter zu einem narrativen Quilt, der zusammensetzt, wie es für Frauen war, sich an die dramatischen politischen und kulturellen Veränderungen in Spanien in den späten 1970er und 80er Jahren anzupassen. Der plötzliche Übergang vom autoritären, repressiven Franco-Regime zur lebendigen und befreienden Demokratie war für Frauen, die an ihre traditionelle Rolle als pflichtbewusste Hausfrauen gewöhnt waren, gleichzeitig unglaublich befreiend, aber auch destabilisierend.
Durch diesen intimen Einblick in den täglichen Kampf ihrer Großmütter - ihr Schweigen, die kleinen Akte der Rebellion und die großen Gesten der Resilienz - gibt Penyas einer ganzen Generation „unsichtbarer“ Frauen eine Stimme, deren Geschichten selten erzählt wurden. Durch die Kombination von Collagen und groben Bleistiftzeichnungen und die Vermischung von Vergangenheit und Gegenwart bietet Penyas eine entschieden feministische Hommage an das vergessene Leben und Vermächtnis ihrer Großmütter.