Bewertung:

Das Buch ist eine ergreifende Erforschung der Literatur durch die Erfahrungen eines algerischen Buchverlegers, eingebettet in den historischen Kontext des algerischen Unabhängigkeitskampfes und seines literarischen Erbes. Es wird von Lesern, die algerische und französische Literatur sowie die historischen Nuancen in den Beziehungen zwischen Algerien und Frankreich zu schätzen wissen, gut aufgenommen.
Vorteile:Das Buch ist sehr empfehlenswert für Buch- und Literaturliebhaber, insbesondere für diejenigen, die sich für algerische und französische Literatur interessieren. Es zeichnet sich durch einen reichen historischen Hintergrund und eine fesselnde Erzählweise aus und wird für seine emotionale Tiefe und schöne Prosa gelobt. Die Leserinnen und Leser schätzen auch die geschickte Verflechtung von historischen Zusammenhängen und persönlichen Erzählungen.
Nachteile:Einige Leser weisen darauf hin, dass Vorkenntnisse über die algerisch-französischen Beziehungen das Leseerlebnis verbessern, während diejenigen, die mit der Geschichte nicht vertraut sind, einige Verweise als schwierig empfinden könnten.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Our Riches
Unsere Reichtümer zelebriert die quixotische Hingabe und die Liebe zum Buch in der Person von Edmond Charlot, der im Alter von zwanzig Jahren Les Vraies Richesses (Unser wahrer Reichtum), die berühmte algerische Buchhandlung/Verlag/Ausleihbibliothek, gründete. Seinem Motto "von der Jugend für die Jugend" wurde er mehr als gerecht, denn er entdeckte 1937 den vierundzwanzigjährigen Albert Camus.
Sein gesamtes Archiv wurde zweimal von den französischen Kolonialtruppen zerstört, aber trotz finanzieller Schwierigkeiten (er war hoffnungslos großzügig) und den Wechselfällen von Kriegen und Revolutionen führte Charlot (der oft mit der legendären Buchhändlerin Sylvia Beach verglichen wird) Les Vraies Richesses als kulturelles Zentrum von Algier weiter. Unsere Reichtümer verwebt Charlots Geschichte mit der eines anderen Zwanzigjährigen, Ryad (der 2017 entsandt wurde, um den alten Laden zu leeren und neu zu streichen). Ryad ist kein Bücherfreund, aber der alte Abdallah, der selbsternannte, fast ungebildete Wächter der Buchhandlung, öffnet dem jungen Mann den Kopf.
In einem brillanten Wechsel zwischen Charlot und Ryad, zwischen den 1930er Jahren und der heutigen Zeit, zwischen dem Zweiten Weltkrieg und den blutigen Demonstrationen für ein freies Algerien 1961 in Paris verpackt Adimi in ihrem rasanten und ergreifenden Roman eine monumentale Geschichte mit einem intensiven politischen Drama. Vor allem aber ist es eine Hymne an das Buch und an die Liebe zum Buch.