
'Ours is a true church of God': William Perkins and the Reformed doctrine of the church
Wie können wir eine „wahre“ Kirche erkennen? Angesichts des gegenwärtigen kirchlichen Klimas ist dies eine immer drängendere Frage. In dieser Studie wird untersucht, wie William Perkins, ein bedeutender Theologe der Church of England des 17. Jahrhunderts, auf diese Frage reagierte. Besonderes Augenmerk gilt seinem Verständnis der Unterscheidung zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Kirche sowie den Merkmalen einer „wahren“ Kirche, nämlich Wort, Sakramente und Disziplin. Gemessen an diesen Merkmalen vertrat Perkins leidenschaftlich die Auffassung, dass die Kirche von England „eine wahre Kirche Gottes“ sei.
Im Einklang mit der traditionellen reformierten Ekklesiologie ließ er auch einen erheblichen lehrmäßigen und praktischen Niedergang zu, bevor eine Kirche aufhörte, eine „wahre“ Kirche zu sein. Die Kriterien, die er für den Austritt aus einer Kirche aufstellte, waren nichts Geringeres als der hartnäckige und anhaltende Umsturz grundlegender christlicher Lehren und Gottesdienste.
Perkins' sorgfältige Lehre fordert uns auf, unsere Reaktion auf den Niedergang in der Kirche heute zu überdenken. Letztlich ruft uns seine Ekklesiologie dazu auf, die Einheit der sichtbaren Kirche hoch zu halten und in vielen Fällen eher für ihre Wiederherstellung zu arbeiten als sie zu verlassen.