Bewertung:

Das Buch „Among the Righteous“ (Unter den Gerechten) von Robert Satloff erforscht die oft übersehenen Geschichten von Arabern, die während des Zweiten Weltkriegs in Nordafrika Juden bei der Flucht vor dem Holocaust halfen. Es basiert auf gründlichen Recherchen und persönlichen Erzählungen und zeichnet ein komplexes Bild von Kollaboration und Widerstand in unterschiedlichem Ausmaß, das Licht auf die historischen Interaktionen zwischen Arabern und Juden während dieser dunklen Zeit wirft.
Vorteile:Gut recherchierte, fesselnde Erzählung, aufschlussreiche Erforschung eines selten diskutierten Aspekts des Holocaust, fesselnde persönliche Geschichten von Heldentum und eine neue Perspektive auf multikulturelle Interaktionen während des Zweiten Weltkriegs. Die umfangreichen Reisen und Interviews des Autors bereichern den Inhalt.
Nachteile:Einige Rezensenten waren der Meinung, das Buch enthalte zu detaillierte Überprüfungsprozesse, die von den Kerngeschichten ablenkten. Kritik gab es auch an der Ausgewogenheit der Berichte. Einige wünschten sich mehr Beispiele für muslimische Interventionen, während andere die Struktur mit sich überschneidenden Themen verwirrend fanden.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
Among the Righteous
Tausende von Menschen sind für die Rettung von Juden während des Holocausts geehrt worden - aber kein einziger Araber. Auf der Suche nach einer hoffnungsvollen Antwort auf die Plage der Holocaust-Leugnung, die in der arabischen und muslimischen Welt um sich greift, begibt sich Robert Satloff auf die Suche nach dem arabischen Helden, dessen Geschichte die Sicht der Araber auf die Juden, auf sich selbst und auf ihre eigene Geschichte verändern wird.
Die Geschichte des Holocausts, die weit in die arabische Welt hineinreicht, ist schwer aufzudecken, verdeckt vom Wüstensand und der Wüstenpolitik. Wir folgen Satloff vier Jahre lang durch elf Länder, von der kargen Einöde der Sahara, wo Tausende von Juden in Arbeitslagern inhaftiert waren, durch die Torbögen der Pariser Moschee, in der sich einst 1700 Juden versteckt haben könnten, bis in die Wohnzimmer von Achtzigjährigen in London, Paris und Tunis.
Die Geschichte ist sehr filmisch; die Figuren sind reich und schön, mutig und feige; es gibt Helden und Schurken. Das Erstaunlichste von allem ist, warum mehr als sechzig Jahre nach dem Ende des Krieges so wenige Menschen - Araber und Juden - diese Geschichte erzählt haben wollen.