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Among the Almond Trees: A Palestinian Memoir
Ein poetisch geschriebenes und bitter-süßes Erinnerungsbuch über die Natur, den Tod, das Leben in Palästina und das universelle Konzept von Heimat. Der palästinensische Schriftsteller Hussein Barghouthi war Ende vierzig, als bei ihm ein Lymphom diagnostiziert wurde.
Er hatte befürchtet, dass es sich um HIV handelte, und als die Krebsdiagnose bestätigt wurde, verließ er das Krankenhaus mit einem Gefühl bitterer Freude, weil seine Frau und sein Sohn verschont bleiben würden. Die Bittersüße dieser Reaktion ist kennzeichnend für die abwechselnden Stimmungen von Erzählung und Reflexion, die diese meditativen Memoiren, Among the Almond Trees, auszeichnen. Barghouthis Art, mit der Endgültigkeit umzugehen, ist die Rückkehr zu den Erinnerungen an seine Kindheit in seinem Geburtsdorf in Zentralpalästina, wo das Haus, in dem er aufwuchs, von Mandel- und Feigengärten umgeben ist.
Er macht viele heilsame Spaziergänge im mondbeschienenen Schatten der Bäume, wo er neugierige Füchse, tanzende Gazellen, einen Dachs mit einem unheimlichen Schrei, ein Wiesel und ein Wildschwein mit seinen Jungen beobachtet - eine Rückkehr nicht nur zum Haus, sondern zur Natur selbst. Der Autor beschließt, ein Haus zu bauen, in dem er mit seiner Frau und seinem Sohn leben wird, in denen er eine Erneuerung des Lebens sieht.
Die Erkenntnis seines bevorstehenden Todes drängt ihn auch dazu, diese Erfahrung in Worte zu fassen, und er berichtet in unregelmäßigen Abständen über den Verlauf der Krankheit. Und schließlich schildert er die phantasievolle Möglichkeit einer Rückkehr ins Leben - in die Erde, wo er unter den Mandelbäumen begraben werden würde.