Bewertung:

Unter einem dunklen Auge von Sharon Dunn ist ein fesselndes und wunderschön geschriebenes Erinnerungsbuch, das die Komplexität ihrer dysfunktionalen Familie, insbesondere die Beziehung zu ihrem Vater, erforscht. Das Buch kombiniert persönliche Briefe, Fotografien und umfangreiche Recherchen und lässt den Leser an Dunns Selbstfindungsreise und der Suche nach dem Verständnis der Dynamik ihrer Familie teilhaben.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung
⬤ eine fesselnde Erforschung der Familiendynamik
⬤ enthält persönliche Briefe und Fotografien
⬤ bietet tiefe psychologische Einblicke
⬤ dient als eine Reise der Selbstfindung für die Autorin
⬤ spricht diejenigen an, die sich für Genealogie interessieren.
⬤ Einige Leser bemerken, dass die Autorin in ihren Schlussfolgerungen ein paar Sprünge macht
⬤ gelegentlich fehlen Diskussionen über wichtige Familienthemen trotz enger Beziehungen
⬤ könnte bei denjenigen, die weniger an psychologischen oder genealogischen Themen interessiert sind, keinen Anklang finden.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Under a Dark Eye: A Family Story
Jeden Abend fand unser Vater, dass mit Mike, der vier, fünf, sieben, zehn oder dreizehn Jahre alt war, etwas nicht stimmte. Mit sechs zappelte er beim Versuch, sein Fleisch zu schneiden, und unser Vater starrte ihn an: "Wann lernst du endlich, mit einem Messer umzugehen? "Mikes Rücken berührte die Stuhllehne.
"Stuhllehnen sind nicht zum Anlehnen da", sagte unser Vater. "Setz dich gerade hin." Warum war seine Serviette nicht in seinem Schoß? War dieses Verhalten beabsichtigt? "Machst du dich über mich lustig? "-aus dem Buch Die Dunns schienen ganz normal zu sein - eine Mittelklassefamilie, die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in Neuengland lebte. Ihre einzige auffällige Besonderheit: Sie lebten auf dem Gelände der staatlichen Nervenklinik, deren Leiterin die Psychiaterin Gladys Ward-Dunn war.
Das düstere Geheimnis der Familie: Gilbert Dunn, der nie einen Schulabschluss gemacht hatte und über kein Einkommen verfügte, war ein absoluter Tyrann im Haus, und seine bissige Kritik, sein Mangel an Empathie und seine Grausamkeit überschatteten das Leben seiner beiden Kinder und seiner erfolgreichen, hart arbeitenden Frau. Sharon Dunn wollte es wissen: Wie wurde ihr Vater zu diesem geschädigten und zerstörerischen Mann, und warum war ihre psychiatrische Mutter nicht in der Lage, ihre Kinder zu "retten"? In ihren Memoiren, die zum Teil eine Detektivgeschichte sind, erkundet Sharon Dunn die Kräfte der Familie, der Gesellschaft und der Geschichte, die das innere und äußere Leben ihrer Eltern geprägt haben.
Sie entwirft eine einfühlsame Vision zweier komplexer Individuen und ihrer schicksalhaften Ehe mit einem ihr eigenen Ansatz: eine sorgfältige Zusammenstellung von Recherche, Interpretation und Fantasie. Ihr Material: Fakten (aus Volkszählungen, Büchern, Zeitungen), Briefe, Tagebucheinträge, Erinnerungen, Gespräche, Originalgedichte, Träume, Zeichnungen und Fotos.
Dunns Einsichten sind sowohl ergreifend als auch klarsichtig, schmerzlich individuell und zugleich archetypisch.