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Revolution Unfinished: The Chegomista Rebellion and the Limits of Revolutionary Democracy in Juchitn, Oaxaca
Im Oktober 1911 befahl der Gouverneur von Oaxaca, Mexiko, einem Kommando von etwa 250 Soldaten, die Kontrolle über die Stadt Juchitn von Jose F. "Che" Gomez und einer Bewegung zu übernehmen, die den Grundsatz der Volkssouveränität verteidigte. Das Patt zwischen den Bundessoldaten und den Chegomistas dauerte an, bis die Verstärkung der Bundesbehörden eintraf und die Bewegung im Namen der Demokratie gewaltsam unterdrückte.
In A Revolution Unfinished liefert Colby Ristow die erste Studie in Buchform über das, was als Chegomista-Rebellion bekannt geworden ist, und wirft ein neues Licht auf einen Konflikt, der bisher im Schatten des gleichzeitigen zapatistischen Aufstands unterging. Die Studie untersucht die Grenzen der Demokratie unter Mexikos erstem revolutionären Regime durch eine detaillierte Analyse der Konfrontation zwischen Mexikos Tradition des gemäßigten Liberalismus aus dem 19. Jahrhundert und dem lokal konstruierten Volksliberalismus in der Politik von Juchitn, Oaxaca.
Die Studie ist in den Kontext der lokalen, staatlichen und nationalen Politik zu Beginn der Revolution eingebettet und stützt sich auf eine Reihe lokaler, nationaler und internationaler Archiv- und Zeitungsquellen, um eine dramatische Beschreibung des Chegomista-Aufstandes und der ihm vorausgehenden Ereignisse zu liefern. Ristow verknüpft die Ereignisse in Juchitn mit historischen Themen wie Volkspolitik, ethnische Zugehörigkeit und revolutionäre Staatsbildung und räumt mit dem Romantizismus früherer Studien über Juchitn auf, indem er einen Einblick in die Mechanismen der Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft im späten Porfiristan und der frühen revolutionären Herrschaft gewährt.