
Urban Public Space in Colonial Transformations
Dieses Buch bietet eine interdisziplinäre Perspektive auf den Übergang von der vorkolonialen zur kolonialen Zeit im städtischen Kontext, indem es sich auf die sich verändernde Verteilung, den Charakter und die Rolle von öffentlichen Räumen und Gebäuden konzentriert. Der Band konzentriert sich auf drei Fallstudienregionen: Die ostafrikanische Küste, Nordwestafrika und die Iberische Halbinsel.
Die Regionen wurden ausgewählt, um eine neue Perspektive auf die sozialräumlichen Auswirkungen des Kolonialismus auf das öffentliche Leben in städtischen Siedlungen zu bieten, die durch unterschiedliche politische Kräfte in verschiedenen geografischen Kontexten und Zeiträumen angetrieben wurden. Die drei Untersuchungsgebiete sind auch dadurch miteinander verbunden, dass sie mehrere Merkmale des städtischen Lebensstils gemeinsam haben, wie die Rolle des Handels und den Einfluss der Religion, insbesondere des Islam. Der verflochtene Einfluss sozial-räumlicher städtischer Merkmale auf das öffentliche Leben wird anhand einer Reihe von Fallstudien aus Afrika und Südeuropa dargestellt.
Die Ansätze wurzeln im archäologischen Denken über die gebaute Umwelt als materielle Kultur und beinhalten eine kritische Interpretation von Ethnographien und historischen Berichten sowohl über die vorkoloniale als auch die koloniale Epoche. Dieser Band ist von Interesse für Archäologen und Forscher, die in den Bereichen Stadtgeschichte, Anthropologie und Kulturerbe arbeiten.