
Green Wedge Urbanism: History, Theory and Contemporary Practice
Da Städte auf der ganzen Welt mit einem schnell wachsenden Flächendruck konfrontiert sind und gleichzeitig versuchen, nachhaltigere, vernetzte Gemeinschaften zu fördern, wird der Schaffung von Grünflächen in städtischen Gebieten mehr Aufmerksamkeit gewidmet als je zuvor.
Gleichzeitig wird der Wert des „Grüngürtels“ als wichtigstes Modell der Grünflächenplanung weithin in Frage gestellt, und es wird eine Reihe von Alternativmodellen vorgeschlagen. Dieses Buch untersucht eines dieser alternativen Modelle - den „Grünkeil“ - und zeigt, wie dieser ein erfolgreiches Modell für die Integration von Stadtentwicklung und Natur in bestehenden und neuen Städten auf der ganzen Welt darstellt.
Grünkeile, die hier als Grünflächenkanäle betrachtet werden, die vom Land in das Zentrum einer Stadt oder eines Ortes führen, erleben nicht nur ein Comeback in der Stadtplanung, sondern haben auch eine längere Geschichte im zwanzigsten Jahrhundert, als viele erwarten - eine Geschichte, die wertvolle Einblicke und Lehren für den Einsatz vernetzter Grünflächen in der heutigen Stadt- und Regionalplanung bietet.
Dieses Buch, das zum Teil Geschichte und zum Teil zeitgenössische Argumente enthält, untersucht zunächst die Entstehung und globale Verbreitung des Grünkeils in der Stadtplanung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und stellt ihn in den breiteren historischen Kontext der Debatten und Ideen für eine Stadtplanung mit der Natur, bevor es seine Verwendung in der zeitgenössischen städtischen Praxis untersucht. Durch die Untersuchung ihrer Beziehung zu grünen Infrastrukturen, Landschaftsökologie und Landschaftsurbanismus und ihres Potenzials für nachhaltige Städte wird die anhaltende Relevanz einer historischen Idee in einer Zeit des raschen Klimawandels hervorgehoben.