
US Drinking Water Regulation - History & Politics, 1914-2015
Was macht „sicheres“ Trinkwasser aus? Seit mehr als einem Jahrhundert versucht die US-Regierung, diese Frage zu beantworten, indem sie nationale Normen für die Trinkwasserqualität festlegt. In einem föderalen Regierungssystem gehen die nationalen Normen jedoch nur so weit.
Die Regierungen der Bundesstaaten und Kommunen betrachten es seit langem als ihr Vorrecht, die Wasserversorgung und die Aufbereitungstechnologien auszuwählen - Entscheidungen, die weitgehend darüber entscheiden, ob die nationalen Standards jemals eingehalten werden oder nicht. Tragödien wie die Trinkwasserkrise in Flint, Missouri, erinnern uns daran, dass der Macht des Bundes Grenzen gesetzt sind. Dennoch bleibt das Bestreben, die Qualität des Trinkwassers durch nationale Standards zu verbessern, eine wichtige und unterschätzte Episode in der Geschichte der US-Gesundheitspolitik.
In diesem Buch zeichnet Michael Zarkin die Entwicklung der US-Trinkwassernormen nach, beginnend mit den frühesten Bemühungen des US Public Health Service, nationale Normen zu erarbeiten, und endend mit den jüngsten Bemühungen der EPA, den Safe Drinking Water Act umzusetzen. Auf diesem Weg erzählt Dr.
Zarkin die Geschichte der Ideen, politischen Kämpfe und wissenschaftlichen Kontroversen, die die Trinkwasservorschriften unseres Landes geprägt haben. Am Ende kommt Dr.
Zarkin zu dem Schluss, dass die Regulierung des Trinkwassers durch einen unkonventionellen Politikstil erfolgt, der in anderen Bereichen der US-Umweltpolitik nicht zu finden ist.