
Usurping Suicide: The Political Resonances of Individual Deaths
Kann ein individueller Selbstmord gesellschaftlich bedeutsam sein, oder weist er zu viele Unwägbarkeiten auf?
Dieses Buch untersucht den Selbstmord wie kein anderes. Unabhängig von den individuellen Dispositionen, die einen Menschen dazu bringen, eine solche Tat zu begehen, konzentriert sich Usurping Suicide auf die Rezeption von Selbstmorden - ihre politischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen. Wie ermöglicht es ein bestimmter Suizid, ihm eine kollektive Bedeutung beizumessen? Und welche kontextuellen Umstände begünstigen eine politisierte öffentliche Reaktion?
Von Mohamed Bouazizis Selbstverbrennung während des Regimewechsels in Tunesien bis zu Dimitris Christoulas' öffentlicher Erschießung in einer Zeit zunehmender politischer Umwälzungen in Griechenland und darüber hinaus - dieses bemerkenswerte Werk untersucht, wie die Individualität des Selbstmordes ein beunruhigendes symbolisches Rätsel für die herrschende liberale Ordnung darstellt.