
Vajrabhairava: Part 3 Long Version Vocabulary and Text only black and white
Die Praxis von Vajrabhairava ist eine Praxis des Höchsten Yogatantra. Das Wort Yoga bedeutet Übung und mit Tantra ist ein Gewebe aus verschiedenen Teilen der Praxis gemeint, die kontinuierlich rezitiert und meditiert werden.
Das heißt, täglich. Wenn man erste Fortschritte gemacht hat, kommen Übungen hinzu, die durch Imaginationen und Atemübungen erfolgen. Diese Art von Tantra hat also nichts mit den gängigen Vorstellungen von Tantra zu tun, die sich auf sexuelle Praktiken konzentrieren.
Diese sind hier absolut nicht zu finden.
Man arbeitet ausschließlich geistig mit Vorstellungen und Bildern, die auf das eigene Bewusstsein einwirken. Sie sollen dazu führen, dass sich die eigenen Geisteshaltungen von engen Vorstellungen und Lebenseinstellungen lösen und nach und nach Weite und Flexibilität entwickeln.
Dadurch verändert sich die Sicht auf sich selbst und auf andere so weit, dass man keinen Unterschied mehr zwischen sich und anderen macht. Man erwirbt ein anderes Verständnis des Begriffs Person. Man sieht sich selbst als Person, aber die Person wird auf ihrer ursprünglichen, reinen Basis erlebt.
Die Welt der Erscheinungen wird als eine Manifestation des eigenen Geistes erlebt. Gleichzeitig erfährt man Freiheit von allen Erscheinungen und es ist unzerstörbares Glück vorhanden. Das Ziel ist es, einen leidfreien und dauerhaften Bewusstseinszustand zu erreichen, aus dem heraus man als Buddha für andere wirkt, wenn man den Weg beendet hat.