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Als Michelangelo, ein kleines autistisches Kind, verschwindet, wird Commissario Sergio Striggio mit den Ermittlungen beauftragt. Die Nachforschungen führen zu keinem Ergebnis, aber es gibt eine interessante Verbindung zur Vergangenheit der Mutter: Als sie ein Kind war, verschwand auch ihr Zwillingsbruder, der nie gefunden wurde.
Striggio fällt es jedoch schwer, sich auf den Fall zu konzentrieren. Er wartet darauf, dass sein Vater Pietro zu Besuch kommt. Der Gedanke an diesen Besuch quält ihn.
Er fürchtet sich davor, sich als schwul zu erkennen geben zu müssen - vor allem fürchtet er, dass sein Partner Leo seinem Vater seine Sexualität offenbaren wird. Pietro hat jedoch andere Sorgen: Er muss seinem Sohn die Nachricht von einer niederschmetternden Diagnose mitteilen.
Und als sein Leben mit Leo unerwartet mit seinen Ermittlungen zum Verschwinden von Michelangelo kollidiert, scheint es, als könne sich die Wahrheit hinter dem Geheimnis im komplizierten Geflecht der kleinen Stadt Bozen nicht lange verbergen. Valse Triste ist einer der seltenen Romane, in denen die Qualität des Schreibens mit dem Tempo der Erzählung mithalten kann.
Fois' Sprache ist präzise und poetisch, und der Leser wird durch eine Wendung nach der anderen zum Mitraten angeregt.