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Veni, Vidi, Video: The Hollywood Empire and the VCR
Auf dem Weg ins Kino ist etwas Lustiges passiert. Anstatt in der Innenstadt in einen Kinopalast mit Erstaufführung oder sogar in ein Multiplex-Kino in einem Vorort mit den neuesten High-Tech-Projektionsmöglichkeiten zu gehen, ist der erste Halt für viele Menschen jetzt die Videothek in der Nachbarschaft.
Tatsächlich wird mit dem Verleih und Verkauf von Videos heute mehr Geld verdient als mit Kinofilmen oder Wiederholungen von Filmen im Fernsehen. Dieses wegweisende Buch schildert den Aufstieg des Heimvideos zum Massenmedium und die tiefgreifenden Veränderungen, die es seit Mitte der 1970er Jahre in der gesamten Filmindustrie bewirkt hat.
Frederick Wasser erörtert die anfängliche Feindseligkeit Hollywoods gegenüber Heimvideos, von der die Studiobosse befürchteten, dass sie zu Raubkopien und sinkenden Einnahmen führen würde, und zeigt, wie Video paradoxerweise die Filmindustrie mit riesigen Geldspritzen wiederbelebte, mit denen Blockbuster-Filme und massive Marketingkampagnen zu deren Förderung finanziert wurden. Er zeichnet auch die Auswirkungen der Videorevolution nach, angefangen bei den Änderungen der Produktionswerte von Filmen, um sie für den kleinen Bildschirm anzupassen, bis hin zum Aufstieg von Medienkonglomeraten und dem Verlust der Vielfalt, die einst von kleineren Studios und unabhängigen Verleihern geboten wurde.