Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Analyse der Wahlsysteme in verschiedenen Regionen und untersucht ihre Auswirkungen auf die Demokratie und die Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen, insbesondere in Europa und Lateinamerika. Es bietet eine gut recherchierte Untersuchung der Methoden zur Kandidatenauswahl und der Parteiensysteme.
Vorteile:Gut recherchiert, mit globaler Perspektive, informativ über politische Systeme, zeitgemäßer Diskussion über Wahlherausforderungen und Einblicken, wie starke Parteien demokratische Ergebnisse beeinflussen.
Nachteile:Einige Rezensenten halten die Autoren für zu optimistisch, was die Machbarkeit eines robusten Zweiparteiensystems angeht, und meinen, dass die Rückkehr zu einem solchen System unrealistisch sein könnte.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Responsible Parties: Saving Democracy from Itself
Wie die Volksdemokratie paradoxerweise das Vertrauen in die politischen Systeme weltweit untergraben hat und wie das Vertrauen in die demokratische Politik wiederhergestellt werden kann In allen Demokratien der Welt werden Reformen durchgeführt, um die Politik bürgernäher zu gestalten.
Die Parteien sind dazu übergegangen, ihre Kandidaten in Vorwahlen und lokalen Fraktionssitzungen zu wählen. Wahlinitiativen und Referenden ermöglichen es den Bürgern, Gesetze direkt zu verabschieden. In vielen Demokratien wird inzwischen das Verhältniswahlrecht angewandt, das kleinere, spezifischere Parteien anstelle von zwei dominierenden Parteien begünstigt.
Dennoch werden die Wähler immer wütender. Das Vertrauen in Politiker, Parteien und demokratische Institutionen schwindet stetig, was in jüngster Zeit in großen populistischen Wahlerfolgen in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich und anderswo gipfelte.
Frances Rosenbluth und Ian Shapiro argumentieren, dass die Verlagerung der Macht an die Basis Teil des Problems ist, nicht die Lösung. Bemühungen, die politische Entscheidungsfindung zu dezentralisieren, führen dazu, dass Regierungen und insbesondere politische Parteien weniger effektiv und weniger in der Lage sind, die langfristigen Interessen ihrer Wähler zu berücksichtigen.
Um das Vertrauen in die Regierungsführung wiederherzustellen, müssen wir unsere politischen Systeme umstrukturieren, um der zentralen Institution der repräsentativen Demokratie die Macht zurückzugeben: der politischen Partei.