
Forbidden Federalism: Secret Diplomacy and the Struggle for a Danube Confederation: 1918-1921
Das Schlüsselkonzept seines Titels ist der Föderalismus, der als einigendes Element für die Völker der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie verstanden wird. Während des Ersten Weltkriegs erkannten selbst die entschiedenen Befürworter der Auflösung Österreich-Ungarns, dass der Donauraum eine Art föderale Einheit benötigte, und sei es nur aus wirtschaftlichen Gründen.
Einer der Hauptakteure der Erzählung ist Karl von Habsburg-Lothringen, der letzte Kaiser-König von Österreich-Ungarn. Unmittelbar nach dem Zerfall Österreich-Ungarns begann Karl aktiv mit dem Versuch, sein Reich wieder aufzubauen, indem er einen Plan für eine neue konföderale Monarchie verfasste und mit dem Papst und den Führern der Entente Kontakt aufnahm, um diesen Plan umzusetzen. B csis Buch ist eine Studie über virtuelle Geschichte, über das, was hätte sein können, und bei der Lektüre ist man versucht, diesem Gedankengang ebenfalls zu folgen.
Die schattenhaften Gestalten, die auf den Seiten des Buches auftauchen - der Marquis de Castellone, der versuchte, das Außenministerium für Karls Pläne zu gewinnen, der bekanntere Stepan Radic, der mit föderalen Plänen spielte, um die kroatische Sache voranzubringen, oder der undurchsichtige Schwindler Karol Bulissa - scheiterten alle bei ihren Versuchen. Die gegenwärtige Konstellation in Mitteleuropa, mit dem Entstehen des Visegrad-Blocks und dem Zerfall des Balkans, scheint Zolt n B csis Werk aktueller denn je zu machen.