Bewertung:

Connected in Cairo bietet eine moderne Analyse der kulturellen Dynamik in Kairo nach dem Tahrir-Platz und untersucht die Themen Jugend, Klasse, Identität und Globalisierung. Das Buch verwebt anekdotische Belege mit akademischen Erkenntnissen, was es fesselnd und informativ macht.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung
⬤ hält erfolgreich die Balance zwischen akademischem und öffentlichem Anspruch
⬤ bietet tiefe Einblicke in die Globalisierung
⬤ enthält nachvollziehbare Anekdoten
⬤ informativ sowohl für Gelegenheitsleser als auch für Akademiker
⬤ nützlich für das Verständnis von kultureller Identität und globalem Handel.
Einige Leser könnten die akademischen Aspekte als herausfordernd empfinden; für diejenigen, die einen rein historischen Bericht über Kairo suchen, ist das Buch möglicherweise nicht geeignet.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Connected in Cairo: Growing Up Cosmopolitan in the Modern Middle East
Für die Mitglieder der Kairoer Oberschicht ist Kosmopolitismus eine Form von sozialem Kapital, das sie immer dann einsetzen, wenn sie transnationale Waren erwerben oder konsumieren, also Waren, die in der populären Vorstellung mit anderen, "moderneren" Orten verbunden sind.
In einer Reihe ausführlich beschriebener und sorgfältig kontextualisierter Fallstudien - von arabischen Kinderzeitschriften, Pok mon, Privatschulen und populären Filmen, Cafés und Fast-Food-Restaurants - beschreibt Mark Allen Peterson die sozialen Praktiken, die Klassenidentitäten schaffen. Er zeichnet diese Prozesse von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter nach und untersucht, wie sich Geschmack und Stil mit einem sich wandelnden Bildungssystem und der wirtschaftlichen Liberalisierung überschneiden.
Peterson zeigt, wie unzufrieden viele kosmopolitische Cairener mit ihrer neuen globalen Identität sind, und beschreibt ihre Bemühungen, sich durch religiöse, nationalistische oder sprachliche Praktiken im Lokalen zu verwurzeln.