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Digesting Metabolism: Artificial Land in Japan 1954-2202
(Die Moderne ist nicht tot. Wie die japanische Avantgarde-Architekturbewegung Metabolismus die Ideale der Moderne für den Wohnungsbau neu erfand)
Dieser beeindruckende Bildband ist der erste, der sich auf die Wohnbauten der Metabolisten konzentriert, die sie als lebende Organismen und nicht als statische Monumente betrachteten. Ihre Wohnbauten förderten die Zusammenarbeit individueller und kollektiver Kräfte bei der Gestaltung des Wohnumfelds.
Die Metabolisten schufen Gebäude aus modularen, flexiblen und dynamischen Einheiten, die nach dem Zufallsprinzip erweitert, umgestaltet und angepasst werden konnten, um allen Erwartungen gerecht zu werden. Sie ließen sich dabei von Le Corbusiers Idee des „künstlichen Landes“ inspirieren, einem Versuch, Land und Stadt miteinander zu versöhnen, und stellten sich dichte städtische Wohngebäude als gestapelte Plattformen mit luftigen Grundstücken vor, auf denen freistehende Häuser aller Art gebaut werden konnten.
Digesting Metabolism untersucht 11 japanische Projekte, die diesen Traum vom flexiblen Wohnen in die gebaute Realität umsetzen, vom Yosizaka-Haus des Le Corbusier-Prototyps Takamasa Yosizaka über die verrückte und inspirierende Sawada-Villa von 1973 bis hin zur Zukunft neuer Baumaterialien und Konzepte wie „Betonholz“. Die Essays stellen die Arbeit der Metabolisten in den Kontext des Wiederaufbaus in Japan nach dem Krieg.