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Constitutional Rights, Moral Controversy, and the Supreme Court
In diesem wichtigen neuen Buch untersucht Michael J.
Perry drei der umstrittensten verfassungsrechtlichen Fragen unserer Zeit: die Todesstrafe, staatliche Gesetze zum Verbot der Abtreibung und die staatliche Politik, die gleichgeschlechtlichen Partnerschaften den Rechtsschutz verweigert. Der Autor, ein führender Verfassungswissenschaftler, erklärt, dass, wenn eine Mehrheit der Richter des Obersten Gerichtshofs der Meinung ist, dass ein Gesetz gegen die Verfassung verstößt, dies nicht zwangsläufig bedeutet, dass der Gerichtshof das Gesetz für verfassungswidrig erklären sollte.
In Fällen, in denen behauptet wird, dass ein Gesetz gegen die Verfassung verstößt, muss der Oberste Gerichtshof entscheiden, welche von zwei grundlegend unterschiedlichen Fragen er behandeln soll: (1) Ist das angefochtene Gesetz verfassungswidrig? (2) Ist die Einschätzung des Gesetzgebers, dass das angefochtene Gesetz verfassungsgemäß ist, eine vernünftige Einschätzung? (Man kann beide Fragen bejahen. ) Indem er sich auf die Todesstrafe, die Abtreibung und gleichgeschlechtliche Partnerschaften konzentriert, bietet Perry erhellende neue Perspektiven nicht nur auf moralische Kontroversen, die ein oder mehrere verfassungsmäßig verankerte Menschenrechte betreffen, sondern auch auf die grundlegende Frage nach der angemessenen Rolle des Obersten Gerichtshofs bei der Entscheidung solcher Kontroversen.