
Forgotten Clones: The Birth of Cloning and the Biological Revolution
Lange bevor Wissenschaftler des schottischen Roslin-Instituts 1996 das Schaf Dolly klonten, entwickelte der amerikanische Embryologe und angehende Krebsforscher Robert Briggs 1952 erfolgreich die Technik der Kerntransplantation mit Fröschen.
Obwohl die Geschichte des Klonens oft mit zeitgenössischen ethischen Kontroversen in Verbindung gebracht wird, beleuchtet "Vergessene Klone" die einflussreiche Arbeit von Wissenschaftlern wie Briggs, Thomas King und Marie DiBerardino, bevor die Möglichkeit des Klonens von Menschen und ihre ethischen Implikationen erstmals im öffentlichen Bewusstsein verankert wurden und als viele die Idee des Klonens selbst für experimentell unmöglich hielten. Nathan Crowe konzentriert sich stattdessen auf neue Labortechniken und -praktiken und ihren Platz in der angloamerikanischen Wissenschaft und Gesellschaft in der Mitte des 20.
Jahrhunderts und zeigt, wie die im Labor konstruierten Embryonen erst später in den 1960er und 1970er Jahren mit dem Aufkommen dessen, was damals als biologische Revolution bezeichnet wurde, als ethisches Problem rekonstruiert wurden. Sein Buch beleuchtet die Bedeutung der frühen Geschichte des Klonens für die Biowissenschaften und ihre institutionellen, disziplinären und intellektuellen Kontexte und bietet neue Einblicke in die sich verändernde kulturelle Wahrnehmung der Biowissenschaften nach dem Zweiten Weltkrieg.