Bewertung:

Das Buch ist eine umfassende Untersuchung der irischen Rebellion von 1798 und konzentriert sich auf die unterschiedlichen historischen Erinnerungen und Interpretationen der verschiedenen Gemeinschaften in Ulster. Es verfolgt einen Ansatz der „volkstümlichen Geschichtsschreibung“ und nutzt lokale Quellen, um zu veranschaulichen, wie sich die Wahrnehmung der Rebellion im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und trotz seines akademischen Charakters für allgemeine Leser zugänglich
⬤ bietet eine reiche Auswahl an lokalen Quellen und mündlichen Überlieferungen
⬤ behandelt die Perspektiven der verschiedenen Gemeinschaften mit Unvoreingenommenheit
⬤ bietet einzigartige Einblicke in das historische Gedächtnis der Rebellion.
⬤ Die Einführung ist dicht mit Theorien und Konzepten, die es für normale Leser schwierig machen könnten
⬤ hat eine beträchtliche Menge an detaillierten Fußnoten, die überwältigend sein könnten
⬤ die Textgröße ist klein, was die Lesbarkeit beeinträchtigen könnte.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Forgetful Remembrance: Social Forgetting and Vernacular Historiography of a Rebellion in Ulster
Forgetful Remembrance (Vergessene Erinnerung) untersucht die Paradoxien dessen, was tatsächlich geschieht, wenn sich Gemeinschaften beharrlich bemühen, unbequeme Ereignisse zu vergessen.
Die Frage, wie eine Gesellschaft versucht, problematische historische Episoden zu verdrängen, wird anhand einer detaillierten Fallstudie in den nordöstlichen Grafschaften der irischen Provinz Ulster untersucht, wo loyalistische und unionistische Protestanten - und insbesondere Presbyterianer - über zwei Jahrhunderte hinweg immer wieder versuchten, unangenehme Erinnerungen an die Teilnahme an einem republikanischen Aufstand im Jahr 1798 zusammen mit Katholiken zu verdrängen. Durch die Erforschung einer Vielzahl von Quellen ermöglicht es Beiner, die Dynamik des gesellschaftlichen Vergessens genau zu verfolgen.
Sein besonderes Augenmerk auf die volkstümliche Geschichtsschreibung, die in den offiziellen Geschichtsbüchern nur selten Erwähnung findet, offenbart die Spannungen zwischen bekundetem Vergessen in der Öffentlichkeit und subtileren Erinnerungsritualen, die gedämpfte Traditionen des vergesslichen Erinnerns ermöglichten, die von einer lokalen Kultur der Zurückhaltung und des Schweigens überdeckt wurden. In Forgetful Remembrance zeigen vergleichende Bezüge die breitere Relevanz der Untersuchung des sozialen Vergessens in Nordirland für zahlreiche andere Fälle, in denen problematische Erinnerungen hinter einem Schleier des vermeintlichen Vergessens verborgen wurden.