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Rejuvenile: Kickball, Cartoons, Cupcakes, and the Reinvention of the American Grown-Up
Es war einmal eine Zeit, da wurden Jungen und Mädchen erwachsen und legten kindische Dinge beiseite. Heute fahren Mütter und Väter mit ihren Kindern Skateboard und laden die neuesten Popsong-Klingeltöne herunter. Industriekapitäne posieren für die Titelseite von BusinessWeek mit Super Soakers in der Hand. Das Durchschnittsalter der Videospieler ist neunundzwanzig, Tendenz steigend. Spitzenköche entwickeln Rezepte für Easy-Bake-Ovens. Disney World ist das weltweit beliebteste Urlaubsziel für Erwachsene (d. h. für Erwachsene ohne Kinder). Und junge Menschen zögern Heirat und Geburt länger hinaus als je zuvor, um zu verhindern, dass familiäre Verpflichtungen ihren Spaß beeinträchtigen.
Christopher Noxon hat ein Wort für diese neue Art von Erwachsenen geprägt: Rejuveniles. Und als bekennender Verjüngerer ist er ein sympathischer, aber auch kritischer Führer durch diese glänzende Welt der Menschen, die das Erwachsenwerden als "Auslaufen" betrachten - und ein Leben voller spielerischer Flexibilität gegen ängstliche Tage mit Rasenpflege und Investmentfonds eintauschen.
In Rejuvenile erforscht Noxon die historischen Wurzeln der heutigen Verjüngung (Hinweis: alle Wege führen zu Peter Pan), die "Spielzeugisierung" praktischer Geräte (die Niedlichkeit von Autos ist auf einem Allzeithoch) und das neue Evangelium des Spiels. Er spricht mit Eltern, die Zeichentrickfilme mehr lieben als ihre Kinder, mit Zwanzigjährigen, die glücklich mit ihren Eltern zusammenleben, und mit Erwachsenen, die sich für All-Age-Tags und Legos stark machen. Und er nimmt es mit den "Harrumphing Codgers" auf, die in der Verjüngung eine Bedrohung für die gesellschaftliche Ordnung sehen.
Noxon mildert die Geschichten über seine und andere jugendliche Tendenzen mit warnenden Anmerkungen über "verlorene Seelen, deren Geschmack für kindliche Dinge bestenfalls gruselig ist". (Beispiel A: Michael Jackson. ) Alles in allem sieht er die Verjüngungswilligen jedoch als Optimisten und Romantiker, Menschen, die von dem Wunsch angetrieben werden, "an dem Teil von uns festzuhalten, der sich am echtesten menschlich anfühlt. Wir glauben an das Spiel, an die Phantasie, an das Lernen, an Nickerchen. Und in einer Zeit tiefgreifender Ungewissheit vertrauen wir darauf, dass dieser tiefere, anpassungsfähigere Teil von uns selbst unser bestes Mittel zum Überleben ist".
Rejuvenile ist ein frisches und herrlich konträres Buch, das diesen seismischen Kulturwandel auf lustige Weise aufzeigt. Es ist eine unverzichtbare Lektüre, nicht nur für Erwachsene, die sich weigern, sich ihrem Alter entsprechend zu verhalten, sondern auch für diejenigen, die sich wünschen, sie würden einfach erwachsen werden.