
Rivers Lost, Rivers Regained: Rethinking City-River Relations
Viele Städte auf der ganzen Welt entdecken ihre Flüsse wieder. Nach Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten des ökologischen Niedergangs und der kulturellen Vernachlässigung wurden Uferbereiche aufgepeppt und sind wieder zu Brennpunkten des städtischen Lebens geworden; verborgene und verdeckte Bäche wurden ans Tageslicht gebracht, während Restaurierungsprojekte die städtischen Flüsse vielerorts wieder in einen vermeintlich natürlicheren Zustand versetzt haben. Dieser Band zeichnet die komplexe und verschlungene Geschichte nach, wie sich Städte ihre Flüsse angeeignet, verloren und wiedergewonnen haben. Doch anstatt eine lineare Geschichte des Fortschritts zu erzählen, zeigen die Kapitel dieses Buches die Ambivalenz dieser Entwicklungen auf.
In den vier Abschnitten von Rivers Lost, Rivers Regained wird erörtert, wie Städte die Kontrolle über Flüsse und Wasserwege weit flussaufwärts und flussabwärts erlangt und Macht über sie ausgeübt haben; wie Flüsse und Auen in Stadtlandschaften durch Urbanisierung und Industrialisierung verändert wurden; wie urbane Flüsse in kulturellen Manifestationen wie Romanen und Liedern dargestellt wurden; und wie neuere Strategien daran arbeiten, den Platz des Flusses im städtischen Umfeld neu zu definieren und zu gestalten.
An der Schnittstelle zwischen Umwelt-, Stadt- und Wassergeschichte zeigt Rivers Lost, Rivers Regained auf, wie die Beziehung zwischen Stadt und Fluss als erstklassiger Ausgangspunkt für die Analyse grundlegender Fragen moderner Umwelteinstellungen und -praktiken dienen kann.