Bewertung:

Das Buch bietet eine reichhaltige Geschichte der afroamerikanischen Musik und Kultur, wobei der Schwerpunkt auf den Beiträgen von John Work und dem Coahoma County-Aufnahmeprojekt von 1941 liegt. Es enthält wichtige Forschungsergebnisse, bisher unveröffentlichte Lieder und Einblicke in die Delta-Kultur und setzt sich kritisch mit Alan Lomax' Arbeit auseinander. Einige Rezensionen kritisieren jedoch den redaktionellen Ansatz des Buches als voreingenommen und schlecht ausgeführt.
Vorteile:⬤ Reichhaltiger historischer Inhalt, der das familiäre und kulturelle Erbe würdigt.
⬤ Enthält bisher unveröffentlichte Lieder und wertvolle Forschungsergebnisse aus dem Coahoma County Aufnahmeprojekt.
⬤ Würdigt John Work's Beiträge und bietet einen detaillierten Kontext über die Delta-Musikkultur.
⬤ Gut geschrieben und zugänglich für ein breites Publikum, das sich für Blues und afroamerikanische Kultur interessiert.
⬤ Kritik an der redaktionellen Voreingenommenheit des Buches, mit dem Vorwurf des selektiven Zitierens und des Weglassens wichtiger Fakten über Alan Lomax' Beiträge.
⬤ Einige Rezensenten hielten es für nicht gut redigiert und schlecht gegliedert.
⬤ Es wird als „keine leichte Lektüre“ angesehen und könnte für einige Leser eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Lost Delta Found: Rediscovering the Fisk University-Library of Congress Coahoma County Study, 1941-1942
(Blues Hall of Fame Inductee - von der Blues Foundation zum "Klassiker der Blues-Literatur" ernannt, 2019)
Dieses bemerkenswerte Buch bringt drei unschätzbare Perspektiven auf die Kultur und Musik des Mississippi-Deltas zurück, die lange Zeit als verloren galten.
In den Jahren 1941 und '42 unternahmen afroamerikanische Wissenschaftler der Fisk University - darunter der bekannte Komponist und Musikwissenschaftler John W. Work III, der Soziologe Lewis Wade Jones und der Doktorand Samuel C. Adams Jr. - gemeinsam mit dem Volkskundler Alan Lomax von der Library of Congress eine Forschungsreise nach Coahoma County, Mississippi. Ihr Auftrag lautete, "die kulturellen und sozialen Hintergründe der Musik in der Gemeinde angemessen zu dokumentieren". Zu den Ergebnissen des Projekts gehörten die frühesten Aufnahmen des legendären Bluessängers und Gitarristen Muddy Waters.
Das Markenzeichen der Studie sollte eine gemeinsame Veröffentlichung der Ergebnisse durch Fisk und die Library of Congress sein. Diese Publikation wurde zwar nie fertig gestellt, doch Lost Delta Found besteht aus den Schriften, Interviews, Notizen und musikalischen Transkriptionen, die Work, Jones und Adams im Rahmen der Coahoma County-Studie erstellt haben. Ihre Arbeit fängt mit fesselnder Unmittelbarkeit einen Ort, ein Volk, eine Lebensweise und eine Reihe reicher musikalischer Traditionen ein, wie sie in den 1940er Jahren existierten.
Illustriert mit Fotos und mehr als 160 musikalischen Transkriptionen.