Bewertung:

Das Buch zeichnet sich durch eine starke junge Protagonistin aus und stellt wichtige Themen wie Klassenkampf und soziale Gerechtigkeit dar. Es spricht historische Themen an, die für die heutige Gesellschaft relevant sind, hat aber noch Raum für Verbesserungen bei den Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Vorteile:⬤ Starke Darstellung einer schwarzen, feministischen Hauptfigur.
⬤ Fesselnde Darstellung von Arbeiterkindern und ihrer Unabhängigkeit.
⬤ Vielfältige Charaktere mit unterschiedlichen Hintergründen.
⬤ Hebt historische soziale Themen und die Rolle der Gewerkschaften hervor.
⬤ Es fehlt eine klare und direkte Verbindung zwischen 1886 und heutigen Themen.
⬤ Könnte von einem didaktischeren Ansatz profitieren, um das Verständnis für zeitgenössische soziale Probleme zu verbessern.
⬤ Einige Kritikpunkte am Umgang der Erzählung mit Anarchismus und Verbrechenskonzepten.
⬤ Die Darstellung von Haymarket als Tragödie und nicht als Klassenkampf durch den Autor wird in Frage gestellt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Missing from Haymarket Square
CHICAGO, 1886.
Die zwölfjährige Dinah Bell ist zu jung, um zwölf Stunden am Tag zu arbeiten. Aber für die Fabrik- und Mühlenbesitzer spielt das Alter keine Rolle.
Für sie scheint nichts wichtig zu sein, außer wie viel Arbeit erledigt wird. Aber Dinah und Arbeiter wie sie haben viele Sorgen: Das Essen ist knapp, die Löhne sind gering, und die Hoffnung scheint unerreichbar. Dinahs Vater weiß, dass es einen besseren Weg geben muss - deshalb planen er und achttausend andere, für einen Achtstundentag zu marschieren.
Doch als ihr Vater gefangen genommen wird, weil er an der Planung des Marsches beteiligt war, will Dinah ihn unbedingt retten. Als der Marsch in einen furchtbaren Aufruhr ausartet, sieht sich Dinah ständigen Gefahren ausgesetzt und muss sich immer wieder die Frage stellen: Was wird aus ihrer Familie werden, wenn sie ihren Vater nicht befreit?