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Mediated Nostalgia: Individual Memory and Contemporary Mass Media
In Anbetracht der aktuellen Flut von Film-Remakes, alten Videospiel-Downloads und Boxsets vergangener Fernsehsendungen sind die Medien heute von Nostalgie besessen.
Anstatt eine Vergangenheit zu präsentieren, die als anpassungsfähiger Spiegel fungiert, mit dem wir unsere gegenwärtige Situation vergleichen können, wird die Vergangenheit stattdessen als eine individualisierte Version präsentiert, die uns als unkritische Bürger unserer eigenen Kultur fesselt. Mediated Nostalgia: Individual Memory and Contemporary Mass Media argumentiert, dass die kulturelle Implikation einer medienübergreifenden, ewigen Rückkehr zur Nostalgie darin besteht, dass wir uns zunehmend darauf verlassen, wer wir als Menschen und Gesellschaften sind, indem wir die Medien, die wir als Kinder konsumiert haben, nutzen.
Der blinzelnde Blick auf die Vergangenheit kennt keinen Fortschritt oder nutzt die Vergangenheit zumindest nicht, um die Gegenwart oder die Zukunft zu vergleichen und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Ryan Lizardi untersucht Film, Literatur, Fernsehen und Videospiele und geht der Frage nach, warum dieses starke Gefühl der Nostalgie eine so beliebte Taktik der Medienindustrie ist und warum sie problematisch ist.