Bewertung:

Das Buch befasst sich mit den Kämpfen und Entwicklungen der Royal Navy im Bereich der Marinefliegerei im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs und konzentriert sich dabei auf den Beinahe-Konflikt mit den japanischen Streitkräften im Indischen Ozean Anfang 1942. Es bietet zwar gut recherchierte Einblicke, leidet aber unter organisatorischen Problemen und zu ehrgeizigen Behauptungen über die Seekriegsführung.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert, deckt es einen übersehenen Zeitraum ab
⬤ bietet interessante Einblicke und Informationen über verschiedene Marineentwicklungen in mehreren Nationen
⬤ enthält eine gründliche Analyse der Mängel der Royal Navy's Fleet Air Arm, die zu ihrer Unterlegenheit führten
⬤ gute Verwendung von Fotos.
⬤ Unorganisierte Struktur mit unklarer Materialpräsentation
⬤ oberflächliche Analyse der Seeschlachten
⬤ übermäßig aufgeblähte Bedeutung der Operation C
⬤ erfordert umfangreiche Kenntnisse der Geschichte des Zweiten Weltkriegs zum Verständnis
⬤ zahlreiche sachliche Fehler und Verzerrungen
⬤ mangelnde Konzentration auf Kernthemen
⬤ unzureichende Karten
⬤ spekulativer Inhalt, der von einigen Rezensenten als Fantasie bezeichnet wurde.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Neglected Skies: The Demise of British Naval Power in the Far East, 1922-42
In Neglected Skies wird das Zusammentreffen zwischen der britischen Ostflotte und der Ersten Luftflotte der kaiserlichen japanischen Marine im Indischen Ozean im April 1942 neu betrachtet, um eine umfassendere Schlussfolgerung über den Niedergang der britischen Militärmacht in dieser Zeit zu ziehen. In diesem Buch untersucht Angus Britts das Ende der britischen Vormachtstellung in der Marine aus einer operativen Perspektive.
Indem er in erster Linie die Entwicklung der britischen Marinefliegerei in der Zwischenkriegszeit sowie die Herausforderungen analysiert, denen sich die Royal Navy in Friedenszeiten stellen musste, ergibt sich das Bild einer Schlachtflotte, die im September 1939 in den Krieg eintrat, ohne für den Kampf gerüstet zu sein. Durch die Untersuchung der Entwicklung von Japans Erstschlag-Trägerkampfgruppe, der Kido Butai, zeichnet Britts sowohl den Aufstieg Japans zur Kriegsmacht als auch den Untergang der Royal Navy nach.
Indem Japan seine sechs größten Flugzeugträger zu einer einzigen Kampftruppe mit hochmodernen Flugzeugen zusammenfasste, machte es einen Quantensprung in der Kriegsführung auf See. Gleichzeitig sahen sich die britischen Streitkräfte auf diesem östlichen Kriegsschauplatz unterlegen, und Britts vertritt anhand einer Reihe von Schlüsselschlachten die Auffassung, dass die globale Vormachtstellung der britischen Seemacht hier endete.