
Entangled Identities and Otherness in Late Antique and Early Medieval Europe: Historical, Archaeological and Bioarchaeological Approaches
In den letzten Jahren wurde viel über Identitäten geschrieben, die als soziale, verschachtelte oder konstruierte Identitäten oder "ethnische Identität" verstanden werden, die als Strategie der Unterscheidung und/oder Identifizierung, als multidimensionale oder endogene Ethnizität dargestellt oder auch als soziale Konstruktion, soziales Netzwerk, ausgehandelte oder Gruppenidentität interpretiert werden, und über die "Archäologie der Identität", einschließlich der expliziten Beziehung zwischen Bestattungspraktiken und sozialen Identitäten in einer "multiethnischen" Perspektive oder als "konstruierte Strategie der Identitätsverschiebung".
Dieses Buch ist nicht "ein weiterer Ziegelstein in der Mauer", sondern ein Beitrag zum "Durchbrechen der Mauer" zwischen verschiedenen Disziplinen in einem interdisziplinären und multidisziplinären Rahmen. Wir stellen in diesem Band fünfzehn Beiträge vor, die sich auf theoretische und interpretative Vorschläge aus der textlichen, archäologischen und bioarchäologischen Überlieferung konzentrieren, sowie eine Reihe von "Fallstudien" zu bestimmten europäischen Gebieten, die sich im Wesentlichen auf die Analyse der Bestattungswelt in der Spätantike und im Frühmittelalter beziehen.