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Indebted Societies
In vielen reichen Demokratien ist der Zugang zu den Finanzmärkten heute eine Voraussetzung für die uneingeschränkte Teilnahme am Arbeits- und Wohnungsmarkt und die Wahrnehmung von Bildungschancen. Indebted Societies führt eine neue sozialpolitische Theorie der alltäglichen Kreditaufnahme ein, um zu untersuchen, wie der Aufstieg von Krediten als private Alternative zum Wohlfahrtsstaat eine neue Art von sozialer und wirtschaftlicher Bürgerschaft schafft.
Andreas Wiedemann liefert eine umfassende Studie über Einkommensschwankungen und die steigende Verschuldung der Haushalte in den OECD-Ländern. Eine schwächere Sozialpolitik und eine flexible wissensbasierte Wirtschaft haben die Kosten für Wohnen, Bildung und Familienerziehung in die Höhe getrieben und viele Menschen in die Verschuldung getrieben.
Das Buch zeigt auf, wie die Kreditmärkte mit dem Wohlfahrtsstaat interagieren, und hilft so zu erklären, warum ähnliche Gruppen von Menschen in einigen Ländern höher verschuldet sind als in anderen. Darüber hinaus geht es um die grundsätzliche Frage, ob der Einzelne, der Staat oder die Märkte für die Bewältigung sozioökonomischer Risiken und die Bereitstellung sozialer Chancen verantwortlich sein sollten.