Bewertung:

Das Buch von Dr. Yehudah Cohn bietet eine eingehende Untersuchung der Ursprünge von Tefillin und legt nahe, dass der Brauch durch griechische Einflüsse und die Verwendung von Amuletten entstanden sein könnte. Das Buch bietet wichtige Einblicke in die historischen, archäologischen und theologischen Aspekte von Tefillin und stellt eine Verbindung zwischen biblischen Texten und der Entwicklung des Brauchs her. Es unterstreicht das Fehlen eines klaren biblischen Auftrags für Tefillin im heutigen Sinne und betont den kulturellen Austausch zwischen Juden und Griechen.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet eine umfassende Analyse der Ursprünge des Tefillin, wobei verschiedene Quellen, darunter biblische, rabbinische und archäologische Daten, einbezogen werden. Es stellt eine nuancierte Argumentation hinsichtlich kultureller Einflüsse dar, was es für ernsthafte Judaisten lehrreich macht. Die Rezensenten lobten die Klarheit von Cohns Text und die Tiefe des Einblicks in das Thema.
Nachteile:Manche Leser könnten das Thema als zu speziell empfinden, wenn sie sich nicht intensiv für die akademische Erforschung des Judentums interessieren. Es könnte auch der Eindruck entstehen, dass es dem Buch aufgrund seines Nischenfokus an Vergleichen mit alternativen Theorien mangelt, was möglicherweise den Zugang zu einem breiteren Publikum einschränkt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Tangled Up in Text: Tefillin and the Ancient World
Dieses Buch verortet das jüdische Tefillin-Ritual in der kulturellen Matrix, die seine Ursprünge und seine Entwicklung hervorgebracht hat, mit besonderem Schwerpunkt auf der Rezeptionsgeschichte relevanter Bibelstellen, den archäologischen Belegen der Schriftrollen vom Toten Meer und einer detaillierten Untersuchung der rabbinischen Literatur bis zum dritten Jahrhundert n. Chr.
Jh. n. Chr.
All diese Quellen werden vor dem Hintergrund vergleichender Daten zur Verwendung magischer Amulette in der umgebenden griechisch-römischen Welt ausgewertet, anhand derer der Autor nachweist, dass das Tefill als beliebtes Schutzamulett entstand und fortbestand und eine erfundene Tradition der hellenistischen Zeit war. Seine Schlussfolgerungen dienen dazu, zu erklären, warum sich der Brauch so entwickelt hat, wie er es tat, seine besonderen Merkmale zu klären und seine Bedeutung in der frühen rabbinischen Zeit zu analysieren.