
Silenced Voices: The Poetics of Speech in Ovid
Silenced Voices ist eine pointierte Untersuchung des Verlusts der Sprache, der Verbannung aus der Gemeinschaft und der Erinnerung im literarischen Korpus des römischen Dichters Ovid. In seinem Gedicht Metamorphosen werden Figuren so verändert, dass sie unter anderem ihre menschliche Sprachfähigkeit verlieren.
In Tristia und Epistulae ex Ponto, Gedichten, die Ovid nach seinem Exil in Rom im Jahr 8 n. Chr. schrieb, stellt er sich selbst so dar, als habe er sich ebenfalls verwandelt und seine Stimme verloren.
Bartolo A. Natoli bietet eine einzigartige Querlesung dieser Werke.
Er untersucht, wie die in den Metamorphosen artikulierten Motive und Ideen die Vorlage für die Darstellung des eigenen Exils durch den Dichter bilden. Ovid stellt seine Verwandlung mit Blick auf die Erinnerung dar und formuliert neu, wie sein Exil von seinem Publikum wahrgenommen werden würde.
Seine Exilgedichte sind ein Versuch, die verlorene Stimme wiederzuerlangen und sich wieder mit der Gemeinschaft Roms zu verbinden.