
Proving Ground: Expertise and Appalachian Landscapes
Die Appalachen zogen im zwanzigsten Jahrhundert einen endlosen Strom von Besuchern an, von denen jeder eine Vorstellung von dem hatte, was er dort finden würde. Lange bevor in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts eine große Zahl von Touristen in die Berge kam, machten jedoch Netzwerke von Missionaren, Soziologen, Volkskundlern, Ärzten, Künstlern und Naturschützern die Appalachen zu ihrem Hauptarbeitsgebiet. In Proving Ground untersucht Edward Slavishak einige dieser Eindringlinge, um zu zeigen, dass die Erzählungen der Reisenden die Grundlage für eine mächtige Form des Insiderwissens waren.
Slavishak folgt vier Einzelpersonen und einer Kohorte auf ihrem beruflichen Aufstieg über die Appalachen und argumentiert, dass diese Besucher Berufs- und Freizeitgruppen repräsentierten, die die Appalachen nutzten, um wertvolles Fachwissen zu erwerben. Die in den Bergen verbrachte Zeit unter dem Deckmantel der Arbeit (oder des Spiels, das die Arbeit imitierte) zeichnete die Reisenden als meisterhafte Problemlöser aus und verwandelte die Appalachen in ein Versuchsgelände für Denkmalpfleger, Planer, Wanderer, Anthropologen und Fotografen.
Auf der Grundlage von Archivmaterial von Outdoor-Clubs, Fachzeitschriften, Feldnotizen, Korrespondenz, Aufzeichnungen des National Park Service, Werbematerialien der Stadt und Fotografien präsentiert Proving Ground Berglandschaften als eine fließende Kombination aus verkörperten Empfindungen, erzählerischer Fantasie und Klassenprivilegien. Dieses Buch berührt den kritischen Regionalismus und die Mobilitätsstudien und ist eine grenzüberschreitende Kulturgeschichte des Fachwissens, eine Umweltgeschichte der Appalachen und eine historische Geographie von Räumen und Orten im 20.