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Contract Workers, Risk, and the War in Iraq: Sierra Leonean Labor Migrants at Us Military Bases
Im Jahr 2003, kurz vor Beginn der US-Invasion im Irak, sagten die Militärplaner voraus, dass der Erfolg der Mission davon abhängen würde, dass sie ihre Arbeitskräfte aus verschiedenen Quellen rekrutieren würden. Während Tausende von US-Soldaten benötigt wurden, um den Sieg vor Ort zu sichern, wurde eine große Zahl ziviler Auftragnehmer - viele aus armen Ländern in Afrika und Asien - angeworben, um eine Reihe von Dienstleistungen für die Besatzungstruppen zu erbringen.
In Contract Workers, Risk, and the War in Iraq (Vertragsarbeiter, Risiko und der Krieg im Irak) liefert Kevin Thomas einen fesselnden Bericht über die Rekrutierung von Arbeitern aus Sierra Leone und ihre Gründe, die Risiken der Migration auf sich zu nehmen. In den letzten Jahren haben US-Militärstützpunkte Dienstleistungsverträge an private Militärunternehmen vergeben, die billige, gering qualifizierte Arbeitskräfte anwerben und daraus Kapital schlagen. Thomas argumentiert, dass für Menschen aus Post-Konflikt-Ländern wie Sierra Leone, in denen es ein hohes Maß an Armut und akuter Arbeitslosigkeit gibt, die Möglichkeit, ihre Situation zu verbessern, das Risiko der Migration in den vom Krieg zerrütteten Irak überwiegt.
Indem er die Erfahrungen der Migranten in ihrem Heimatland, auf den US-Basen und nach ihrer Rückkehr nach Sierra Leone untersucht, erforscht Thomas geschickt die komplizierte Dynamik des Risikos, schafft einen theoretischen Rahmen für zukünftige Forscher und bietet politische Empfehlungen für Entscheidungsträger und Praktiker in diesem Bereich. Durch die Einbeziehung der Stimmen von Vertragspartnern aus Sierra Leone, die manipuliert und ausgebeutet wurden, rückt Contract Workers, Risk, and the War in Iraq ein Thema ins Rampenlicht, das bisher am Rande der Geschichte stand, und zeigt eine unerwartete Konsequenz des Kriegs gegen den Terror.