
Kinship Across the Black Atlantic: Writing Diasporic Relations
Dieses Buch untersucht die Bedeutung von Verwandtschaft in der schwarzen atlantischen Diaspora in der Karibik, Westeuropa und Nordamerika anhand von sechs zeitgenössischen Romanen. Es stützt sich auf Erkenntnisse der Postcolonial Studies, der Queer Theory und der Black Atlantic Diaspora Studies und kombiniert diese auf neuartige Weise, um die Art und Weise zu untersuchen, wie zeitgenössische Schriftsteller sich mit dem Erbe anthropologischer Diskurse über Verwandtschaft auseinandersetzen, die Verbindungen zwischen Verwandtschaft und Geschichtsschreibung hinterfragen und sich neue Formen diasporischer Relationalität und Subjektivität vorstellen.
Die hier betrachteten Romane bieten nachhaltige Meditationen über die Bedeutung von Verwandtschaft und ihre Rolle in diasporischen Kulturen und Gemeinschaften. Sie stellen diasporische Verwandtschaft im Kontext und im Spannungsfeld historischer und zeitgenössischer Kräfte dar, wie Sklaverei, Kolonialismus, Migration, politische Kämpfe und künstlerisches Schaffen. Sie zeigen, wie Vertreibung und Migration neue Formen und Verständnisse von Verwandtschaft erfordern und hervorbringen, und wie Verwandtschaft als Instrument sowohl politischer Unterdrückung als auch des Widerstands eingesetzt werden kann.
Schließlich zeigen sie, wie wichtig die Literatur ist, wenn es darum geht, sich Möglichkeiten für alternative Formen der Verwandtschaft vorzustellen und eine Sprache zu finden, um die Bedeutung dieser Beziehungen auszudrücken. Dieses Buch legt somit nahe, dass eine Analyse der Diskurse und Praktiken der Verwandtschaft für das Verständnis der diasporischen Moderne an der Wende zum einundzwanzigsten Jahrhundert wesentlich ist.