Bewertung:

Das Buch „Victorine“ hat bei den Lesern eine Reihe von Meinungen hervorgerufen. Einige loben es für seinen experimentellen modernistischen Ansatz und die Darstellung der weiblichen Subjektivität, während andere es für das Fehlen einer konventionellen Erzählweise und einnehmender Charaktere kritisieren. Die Erzählung erforscht das sexuelle Erwachen durch eine einzigartige Linse, obwohl viele sie verwirrend oder langweilig fanden.
Vorteile:⬤ Ein großartiges Beispiel für experimentelle Literatur der Moderne.
⬤ Behandelt die Themen weibliche Subjektivität und sexuelles Erwachen auf eine ungewöhnliche Weise.
⬤ Lebendige Charakterbeschreibungen und atmosphärischer Schreibstil.
⬤ Stellt unterdrückte Gefühle dar, die während der Adoleszenz erlebt werden.
⬤ Verwirrende Vermischung von Erotik und intellektuellen Themen.
⬤ Den Charakteren fehlt es an Tiefe und traditioneller Entwicklung.
⬤ Die Erzählung wird als langweilig und ohne kohärenten Handlungsstrang empfunden.
⬤ Gemischte Erwartungen aufgrund irreführender Vergleiche mit anderen bedeutenden Werken.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Victorine ist dreizehn und kann sich die ungewollte Überraschung ihres neuen sexuellen Körpers in all seiner polymorphen und perversen Eindringlichkeit nicht aus dem Kopf schlagen: Es ist eine Falle, die ihr auf Schritt und Tritt auflauert (und aus irgendeinem Grund nirgendwo mehr als in der Kirche).
In der Zwischenzeit kämpft Victorines älterer Bruder Costello darum, sich gegen den anmaßenden, gemeinen und grässlichen Hector L'Hommedieu zu behaupten, einen Familienvater, der mit intriganter Hingabe Mätressen sammelt und entsorgt, während seine Frau Allison in einem narkotischen Taumel durchs Leben taumelt. Und die Victorine von Maude Hutchins? Es ist ein durchtriebener, schockierender, einzigartiger Roman, der Sex und Gesellschaft mit eigenwilliger und unverschämter Inspiration erforscht, eine Momentaufnahme der großen, elenden amerikanischen Familie in ihren Vorstadtsiedlungen von einem literarischen Außenseiter, dessen Werk David Lynchs Blue Velvet und die zeitgenössischen Gemälde von Lisa Yuskavage und John Currin vorwegnimmt - und manchmal übertrifft.