Bewertung:

Das Buch „Viele Flüsse, ein Meer“ ist eine gut recherchierte Untersuchung der komplexen Zusammenhänge des islamischen Extremismus und der politischen Landschaft Bangladeschs und bietet einen historischen Kontext und Einblicke, die sowohl relevant als auch erhellend sind. Der ausgewogene Ansatz des Autors, der frei von ideologischer Voreingenommenheit ist, macht das Buch zu einer unverzichtbaren Lektüre für alle, die die Wurzeln des Extremismus in Südasien verstehen wollen.
Vorteile:⬤ Sorgfältig recherchiert
⬤ frei von ideologischer Voreingenommenheit
⬤ bietet einen tiefgreifenden historischen Kontext
⬤ gewährt Einblicke in die sozialen Kräfte, die den Extremismus antreiben
⬤ gut strukturierte Kapitel
⬤ fesselnde Erzählung
⬤ wertvoll für das Verständnis der aktuellen Probleme in Bangladesch und darüber hinaus.
Das Buch hat keine große Aufmerksamkeit oder Popularität erlangt, was seine Sichtbarkeit einschränken mag; einige Leser fanden die darin behandelten Themen komplex und könnten eine sorgfältige Lektüre benötigen, um sie vollständig zu erfassen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Many Rivers, One Sea: Bangladesh and the Challenge of Islamist Militancy
Bangladesch, eine immerwährende Grenze für die islamische Orthodoxie, erlebt einen alarmierenden Anstieg von islamistisch motivierten Attentaten und Terroranschlägen. Im Juli 2016 richtete sich die Aufmerksamkeit der Welt auf ein Café in einem grünen Viertel von Dhaka, als die Barbarei eines fernen "Kalifats" diese Ecke Südasiens heimsuchte. Neunundzwanzig Menschen starben bei dem Angriff auf die Holey Bakery, der das Bild einer angeblich toleranten muslimischen Nation mit einem ungebetenen Albtraum behaftete.
Joseph Allchin erforscht die jüngste und ferne Vergangenheit Bangladeschs und untersucht, wie das Land zur neuesten Front des weltweiten Extremismus geworden ist. Er geht den lokalen und globalen Unterschieden zwischen den politischen Akteuren auf den Grund, deckt den bestimmenden Einfluss auf die meisten Loyalitäten auf, den die langen Nachwirkungen des Unabhängigkeitskampfes des Landes noch immer ausüben, und nimmt die Karrieren zweier langjähriger Rivalen unter die Lupe: der derzeitigen Premierministerin Sheikh Hasina und Khaleda Zia, die das Amt 1991-6 und 2001-6 innehatte.
Diese unbestechliche Untersuchung untersucht die Beziehung zwischen dem radikalen Islam und der politischen Klasse Bangladeschs und legt die Kräfte offen, die die Bedingungen für den Extremismus schaffen, der die Gegenwart und Zukunft des Landes bedroht.