Bewertung:

Villa Triste verknüpft die Geschichten zweier Schwestern während des Zweiten Weltkriegs mit einem modernen Mordfall in Florenz und erforscht die Themen Widerstand und Opferbereitschaft im italienischen Kontext. Die Erzählung wechselt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, erforscht das Leben der Partisanen und die Auswirkungen ihrer Handlungen und gipfelt in einem cleveren, überraschenden Ende.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und reich an Details und bietet einen fesselnden und informativen Einblick in den italienischen Widerstand während des Zweiten Weltkriegs. Die Charaktere sind glaubwürdig und sympathisch beschrieben, was die Geschichte fesselnd macht. Der Schreibstil ist wunderschön, mit poetischen Elementen, und die geheimnisvollen Elemente fesseln den Leser bis zum Schluss. Viele Rezensenten fanden das Buch emotional ansprechend und aufschlussreich in Bezug auf einen weniger bekannten Aspekt der Kriegsgeschichte.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser merkten an, dass das Buch manchmal verwirrend sein kann, vor allem wegen der vielen Figuren und des häufigen Wechsels zwischen den Zeitebenen. In einigen Rezensionen wurde darauf hingewiesen, dass das Buch sehr langatmig ist, was die Disziplin des Lesers erfordern kann, um es vollständig zu erfassen. Außerdem wurde die Prosa als nicht immer so klar und lyrisch wie erwartet beschrieben, obwohl die Recherche umfassend ist.
(basierend auf 327 Leserbewertungen)
Florenz, 1943. Zwei Schwestern, Isabella und Caterina Cammaccio, sind von Terror und Tod umgeben; und während Italien unter der brutalen Nazi-Besatzung gefangen ist, erheben sich Partisanenbanden.
Bald werden Isabella und Caterina ihren Verstand und ihre tiefsten Überzeugungen auf die Probe stellen wie nie zuvor. Während der Winter voranschreitet, werden sie gezwungen sein, die wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens zu treffen. Ihre Entscheidungen werden jahrzehntelang nachhallen.
In der Gegenwart erklärt sich Alessandro Pallioti, ein ranghoher Polizist, bereit, eine Mordermittlung zu leiten, nachdem sich herausstellt, dass das Opfer einst ein Partisanenheld war. Als sich der Fall zu entwirren beginnt, findet sich Pallioti bei der Aufdeckung eines Verbrechens wieder, das im Zwielicht des Krieges verloren ging und dessen Folgen heute noch genauso tödlich sind wie vor über sechzig Jahren.