
Die Werke Vergils (70-19 v. Chr.) definieren das "goldene Zeitalter" der lateinischen Poesie und haben eine lange Tradition der Interpretation und Adaption inspiriert, die in seiner eigenen Zeit beginnt und bis zu wichtigen modernen Autoren reicht.
Sein Aufstieg von der kleineren Gattung der Pastorale (die Bucolica) über eine ehrgeizigere didaktische Form (die Georgica) bis hin zu den Höhen des Epos (die unvergleichliche Aeneis) prägte die kanonischen Werke anderer Autoren, von seinem jüngeren Zeitgenossen Ovid über die mittelalterlichen Schriftsteller Dante und Petrarca bis zu den frühneuzeitlichen Dichtern Spenser und Milton und weit darüber hinaus. Wie Alison Keith zeigt, ist Virgil nie aus der kritischen oder populären Mode gekommen. In dieser umfassenden Einführung wird eine Figur von zentraler Bedeutung für die Geschichte der westlichen Musik, Kunst und Literatur gewürdigt.
Nach einer eingehenden Lektüre der Bucolica, der Georgica und der Aeneis stellt Keith Vergil und seine Dichtung in den historischen Kontext und zeichnet ihre Wirkung in Schlüsselmomenten der westlichen Kultur nach. Der Schwerpunkt liegt auf Vergils Rezeption der klassischen literarischen und philosophischen Traditionen und auf der Art und Weise, wie seine Dichtung das moderne Interesse von so unterschiedlichen Autoren wie T.
S. Eliot und Ursula K.
Le Guin auf sich gezogen hat.