Bewertung:

Scott O'Briens Biografie von Virginia Bruce erforscht das Leben der früher übersehenen Schauspielerin und bietet einen gut recherchierten, mitfühlenden Blick auf ihre Beiträge und Kämpfe in Hollywood. Während das Buch für seine Gründlichkeit und das Engagement der Autorin gelobt wird, drehen sich die Kritikpunkte um Fragen der Präsentation und den manchmal wenig anregenden Inhalt der ersten Kapitel.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert mit beeindruckenden Fußnoten und einer vollständigen Filmografie.
⬤ Enthält Interviews mit Personen, die Virginia Bruce kannten.
⬤ Bietet eine mitfühlende Perspektive auf Bruces Leben und Karriere.
⬤ Hebt die Bedeutung von Bruce im klassischen Hollywood hervor.
⬤ Untersucht gekonnt sowohl persönliche als auch berufliche Aspekte von Bruce' Leben.
⬤ Eine fesselnde zweite Hälfte, die sich eingehender mit ihren späteren Jahren befasst.
⬤ Die ersten Kapitel werden als langsam und weniger interessant empfunden.
⬤ Einige Zitate wirken zu geschliffen und möglicherweise vom Studio sanktioniert.
⬤ Fotos sind oft zu klein gedruckt, um die Übersichtlichkeit zu beeinträchtigen.
⬤ Einige Fälle von falschem Wortgebrauch wurden festgestellt.
⬤ Die Autorin hätte mehr persönliche Details über Bruce' Familie, insbesondere ihre Enkelkinder, herausarbeiten können.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
In Born to Dance (1936) verführte Virginia Bruce James Stewart, während sie Cole Porters „I've Got You Under My Skin“ vorstellte. Im selben Jahr glänzte sie als archetypisches Showgirl in dem Oscar-prämierten Film The Great Ziegfeld. Fans und Kritiker sahen sie auf dem Weg zum großen Star bei MGM.
Tauchen Sie ein in ihr turbulentes Leben und ihre Karriere. Im Vorwort von James Robert Parish verweist er auf Virginias ruhige Ausstrahlung, den gequälten, zerstreuten Blick ihrer Augen, ihre vibrierende Stimme und ihr „Leben abseits des Bildschirms ... weitaus aufregender und exotischer als jede Rolle, die sie vor der Kamera spielte.“.
Die Liebe war für Virginia sehr wichtig. Während der Dreharbeiten zu Downstairs (1932) verliebte sie sich schwer in ihr Leinwandidol John Gilbert. Als der virile, aber zutiefst verstörte Gilbert ihr einen Heiratsantrag machte, hielt Hollywood kollektiv den Atem an. Die Fusion endete mit einer Scheidung, bildete aber die Grundlage für Selznicks A Star is Born (1937). Virginias Karriere ging steil bergauf, aber die Frage war: „Hatte Louis B. Mayer es auf sie abgesehen? „Mayer hatte Gilbert gehasst. Nach einer kurzen, idyllischen, aber tragischen zweiten Ehe mit dem Regisseur und Produzenten J. Walter Ruben konzentrierte sich Virginias Karriere mehr auf das Radio und gelegentlich auf B-Filme. Ihre Heirat mit dem jungen Türken Ali Ipar im Jahr 1946 brachte eine weitere ungewöhnliche Wendung in Virginias Leben und schließlich ein bittersüßes Ende.
Enthält über 130 Fotos.