
Virtual Reality in the Assessment, Understanding and Treatment of Mental Health Disorders
In den Computerwissenschaften wird die virtuelle Realität (VR) gewöhnlich als eine Reihe von ausgefallenen Technologien beschrieben. In der Medizin und den Neurowissenschaften wird VR stattdessen als eine fortschrittliche Form der Mensch-Computer-Schnittstelle definiert, die es dem Benutzer ermöglicht, mit einer computergenerierten Umgebung zu interagieren und in ihr präsent zu sein.
Das Gefühl der Präsenz, das die VR bietet, macht sie zu einem mächtigen Instrument für persönliche Veränderungen, da sie eine Welt bietet, in der der Einzelne bleiben und eine bestimmte Erfahrung machen kann. Aus diesem Grund ist der Einsatz von VR in der psychischen Gesundheit vielversprechend: Verschiedene Forschungsarbeiten belegen ihre klinische Wirksamkeit bei Angststörungen, stressbedingten Störungen, Fettleibigkeit und Essstörungen, Schmerztherapie, Sucht und Schizophrenie.
Es sind jedoch noch weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um VR zu einem klinischen Standard für die psychische Gesundheit zu machen. In dieser Sonderausgabe werden die jüngsten Fortschritte bei den Anwendungen von VR im Bereich der psychischen Gesundheit sowie deren Auswirkungen auf die künftige Patientenversorgung vorgestellt.