
Das humane Papillomavirus Typ 18 (HPV-18) ist einer der Hauptverantwortlichen für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.
Dieses Virus hat eine Prävalenz von 1,1 % in der gesunden weiblichen Bevölkerung und 16,5 % bei Gebärmutterhalskrebs weltweit und wurde aufgrund seiner klinischen Bedeutung in die Formulierung kommerzieller Impfstoffe aufgenommen. Um zur Entwicklung neuer HPV-18-Nachweisverfahren beizutragen, wurde eine PCR mit einer Spezifität von 1 (95%CI 0,79-1) und einer Sensitivität von 0,54 (0,27-0,81) entwickelt.
Trotz der geringen Sensitivität für die Diagnose (Referenzwert: 0,95) ermöglichte die Sequenzierung des amplifizierten Fragments eine Analyse der viralen Verbreitung und der Phylogenie. Sechsundachtzig Prozent der genetischen Varianten wurden als europäischen Ursprungs identifiziert, 14% als asiatisch-amerikanischen Ursprungs. Diese Ergebnisse stützen die Hypothese, dass das Virus während der europäischen Einwanderung in die Region eingeführt wurde.
Diese Art der Analyse stellt einen qualitativen Sprung im Verständnis der Prozesse der Virusausbreitung durch menschliche Populationen dar. Dieser Zusammenhang ist von grundlegender Bedeutung für die Überwachung von HPV-Infektionen vor und nach der Impfung“.