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Visionary Experience in the Golden Age of Spanish Art
In dieser originellen und klaren Darstellung der Art und Weise, wie spanische Maler des 16.
und 17. Jahrhunderts mit mystischen Visionen in ihrer Kunst umgingen und wie sie versuchten, "das Undarstellbare darzustellen", möchte Victor Stoichita eine Theorie der visionären Bilder in der westlichen Kunst im Allgemeinen und der spanischen Gegenreformation im Besonderen aufstellen.
Er zeigt, wie die Spiritualität der Gegenreformation durch die Wiederentdeckung der Rolle der Vorstellungskraft bei der Ausübung des Glaubens gekennzeichnet war. Dies hatte wichtige Konsequenzen für Maler wie Velazquez, Zurbaran und El Greco und führte zur Entwicklung genialer Lösungen für die visuelle Darstellung mystischer Erfahrungen. Dies kristallisierte sich in einer offenkundig meditativen und didaktischen Bildsprache heraus.
Dass die spanische Malerei sowohl zerebral als auch leidenschaftlich ist, liegt an den besonderen historischen Kräften, die sie geprägt haben. Stoichitas Darstellung wird nicht nur für Wissenschaftler der spanischen Kunst von großem Interesse sein, sondern für jeden, der sich dafür interessiert, wie Kunst auf ideologische Zwänge reagiert.