
Vivre ICI: Space, Place and Experience in Contemporary French Documentary
Vivre Ici lädt den Leser auf eine Reise durch die weite Landschaft des zeitgenössischen französischen Dokumentarfilms ein, ein Genre, das in den letzten zwanzig Jahren eine Renaissance erlebt hat. Die untersuchten Filme sind nicht nur durch ein allgemeines Interesse an der Auseinandersetzung mit dem "Realen" verbunden, sondern auch durch eine besondere Aufmerksamkeit für den französischen Raum und Ort.
Von Bauernhöfen und wilden Plätzen bis hin zu Straßen, Schulen und städtischen Randgebieten erkunden diese Filme die Räume des Alltags und die menschlichen und nicht-menschlichen Erfahrungen, die sich in ihnen entfalten. Mit einem kritischen Ansatz, der Phänomenologie, Filmtheorie, Öko-Kritik und Kulturgeschichte integriert, untersucht Levine den Begriff des Dokumentarfilms als Erfahrung. Sie fragt, wie und warum diese Filme in der heutigen Medienlandschaft versuchen, Argumentationen zu vermeiden und dem Zuschauer stattdessen das Gefühl geben, "dabei zu sein".
Eine Reihe von bekannten und weniger bekannten Filmemachern erkunden die Grenzen und Möglichkeiten dieser Orte und zeigen eine collageartige, unvollständige und fragmentierte Vision Frankreichs, wie sie durch Dokumentarkameras gesehen und empfunden wird. Levine wagt sich über die Filmanalyse hinaus, um das Produktionsklima dieser Filme und ihre Verbreitung im zeitgenössischen Frankreich zu untersuchen, und erforscht die sozialen und politischen Folgen dieser "Filme, die zählen" für die Zuschauer, die mit ihnen in Kontakt kommen.