Bewertung:

Das Buch bietet eine einzigartige Zusammenstellung von Berichten aus erster Hand von Menschen, die Charlie Parker kannten, und gibt Einblicke in seine komplexe Persönlichkeit und sein Leben als Musiker. Während viele Leser die persönlichen Anekdoten und den kaleidoskopischen Blick auf Parkers Charakter schätzen, äußern sich einige enttäuscht über die Qualität der Fotos und das Fehlen einer übergreifenden Erzählung, die sich auf seine Musik konzentriert.
Vorteile:⬤ Einzigartige Zusammenstellung von persönlichen Erinnerungen verschiedener Weggefährten von Charlie Parker.
⬤ Bietet eine reichhaltige und vielfältige Darstellung von Parkers komplexer Persönlichkeit.
⬤ Aufschlussreich für alle, die etwas über Parker von Menschen erfahren wollen, die ihn kannten.
⬤ Kann die Wertschätzung für Parker und andere Jazzmusiker erweitern.
⬤ Die Fotos im Buch sind schlecht reproduziert (verwaschen, unscharf, etc.).
⬤ Es fehlt eine kohärente biografische Erzählung, da die Interviews in alphabetischer Reihenfolge präsentiert werden.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass Parkers Musik nicht ausreichend behandelt wird.
⬤ Kann eher als eine Sammlung von Klatsch und Tratsch denn als eine umfassende Biografie angesehen werden.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Bird: The Legend of Charlie Parker
Mehr als jedem anderen Musiker gebührt Charles "Yardbird" Parker - seinen Freunden und Fans einfach als "Bird" bekannt - das Verdienst für die Geburt des modernen Jazz.
Parkers virtuose Technik, sein melodisches Genie und seine inspirierten Improvisationen trugen dazu bei, eine ganz neue Ära des Jazz einzuleiten, eine Ära, die mit dem Bop begann und im "coolen" oder modernen Jazz der fünfziger Jahre gipfelte. Sein brillanter Umgang mit dem Altsaxophon inspirierte eine ganze Generation von Jazzmusikern; ohne ihn hätte es keinen John Coltrane, keinen Ornette Coleman, keinen Jazz, wie wir ihn heute kennen, gegeben.
Parker starb 1955 im Alter von fünfunddreißig Jahren. Er hinterließ ein reiches Erbe an musikalischer Innovation und eine Legende der selbstzerstörerischen Ausschweifung, die ihn zu einem Votivhelden der Hipster und der Beat-Generation machte.
Für diese erste umfassende Reminiszenz befragte Reisner einundachtzig Freunde, Verwandte und Künstlerkollegen von Parker. Von Charlie Mingus, einem der wenigen wirklichen Innovatoren seit Bird, über Dizzy Gillespie, den Parker einmal "die andere Hälfte meines Herzens" nannte, bis hin zum Jazzhistoriker Rudi Blesh und Parkers Mutter - jeder erinnert sich auf seine Weise an Bird.
So entsteht aus den Scherben und Splittern der Erinnerungen aus erster Hand ein vielsagendes Mosaik von Parkers kurzer, aber intensiver Karriere: der Genuss von Drogen und Alkohol, die legendären Liebesabenteuer, das temperamentvolle Verhalten auf und abseits der Bühne, die Jamsessions im Harlemer Jazzclub Minton's Playhouse mit Miles Davis, Dizzy Gillespie und Thelonious Monk und die historische Entlassung aus dem Birdland, dem Club, der seinen Namen von diesem überlebensgroßen Musiker und Menschen erhielt.