Bewertung:

Das Buch „VOIR DIRE“ von Nico Vassilakis ist eine Sammlung von Gedichten, die das Wesen der Sprache und die Erfahrung des Schriftstellerdaseins erforschen. Es behandelt tiefgreifende existenzielle Themen durch eine einzigartige und wirkungsvolle poetische Sprache und bietet Einblicke in die Kämpfe der Existenz in der heutigen Zeit.
Vorteile:Die Gedichte sind zutiefst aufschlussreich und erforschen die Architektur der Worte und das Wesen des Schreibens. Sie werden für ihre Reinheit und ihren autodidaktischen Charakter gelobt, da sie komplexe Gedanken auf einfache und tiefgründige Weise vermitteln. Viele Leser empfinden das Buch als inspirierend und zum Nachdenken anregend, mit einer starken emotionalen Resonanz.
Nachteile:Einige Leser mögen die Themen des existenziellen Kampfes und der Krise als schwer oder düster empfinden, da das Buch tiefgreifende Ideen über das Leben und den Akt des Schreibens inmitten einer überwältigenden Welt anspricht.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
VOIR DIRE ist Nico Vassilakis' siebter Gedichtband. Mit diesem Band führt uns Vassilakis weiter zur metaphysischen Entmoorung des Sprachmaterials oder anders ausgedrückt: wie das Anstarren der Schrift selbst eine transformative Erfahrung hervorrufen kann, die den Akt des Sehens selbst verändert.
Diese Sammlung beginnt mit dem Lesen von Texten und führt direkt zur Psychologie des neuen Sehens von Texten. Das Wesen der visuellen Interpretation von Sprache wird auf die Probe gestellt. Dieses Buch ist ein absichtliches Abdriften in Form und Inhalt, aber es versucht, die vereinheitlichende Theorie aufzulösen, dass die Inhalte eines Alphabets von größerer Bedeutung sind als die Wörter, die sie bilden.
VOIR DIRE gliedert sich in drei Abschnitte, wobei das Buch von der Aneignung über die Politik und die Untersuchung des Sehens bis hin zu einer Art Manifest reicht, das die Souveränität der Buchstaben preist. Die Reise führt den Leser von einer Ansammlung von Wörtern zu einem einzigen Wort und zu einem einzelnen Buchstaben - ein fokussierter Punkt.
Vassilakis führt uns weiter zu der Frage, wie Poesie und ihre Bestandteile visuell verstanden werden können und wie visuelle Poesie mit einem kritischen Auge betrachtet werden kann. Nico Vassilakis ist ein Dichter, der Sprache schreibt und zeichnet, die sich auf das visuelle Herauslösen von Buchstaben aus ihrer Wortposition konzentriert. Er hat Bücher mit Lyrik und Text/Kunst veröffentlicht, darunter Disparate Magnets (BlazeVOX), Alphabet Noir (c_L Books), Moments Notice (Luna Bisonte), Diesel Hand (Chax Press), Text Loses Time (ManyPenny) und Diptychs (Otolith).
Er ist Mitherausgeber von The Last Vispo Anthology: Visual Poetry 1998-2008 (Fantagraphics) und war Kurator mehrerer internationaler Ausstellungen für visuelle/konkrete Poesie. Derzeit lebt er mit seiner Frau und seinen Tieren in Greenville, IL.