Bewertung:

Chatterjee Millers Buch bietet eine eingehende Analyse des Erbes des Imperialismus und seiner Auswirkungen auf post-imperiale Ideologien. Es ist gut recherchiert und füllt eine Lücke in der Literatur zu internationalen Beziehungen, indem es die Bedeutung kolonialer Erfahrungen für die Gestaltung nationaler Identitäten und Diskurse deutlich macht.
Vorteile:Hervorragende Wissenschaft, überzeugende Analyse, gut recherchierte Fälle, neuartige quantitative Analyse, nützlich für Wissenschaftler, wertvoll für fortgeschrittene Studenten in internationalen Beziehungen und verwandten Bereichen.
Nachteile:Wendet sich nicht an die Zielgruppe der postimperialen ideologischen Diskurse, Nicht-Akademiker könnten die quantitative Analyse in Kapitel 2 interessant, aber nicht notwendig finden.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Wronged by Empire: Post-Imperial Ideology and Foreign Policy in India and China
Obwohl Indien und China sehr unterschiedliche Erfahrungen mit dem Kolonialismus gemacht haben, reagieren sie auf diese Geschichte in ähnlicher Weise - indem sie sie als kollektives Trauma behandeln. Infolgedessen haben sie ein starkes Gefühl der Viktimisierung, das ihre außenpolitischen Entscheidungen bis heute beeinflusst.
Wronged by Empire betritt Neuland, indem es dieses historische Phänomen, den Kolonialismus, mit gemischten Methoden - einschließlich Archivrecherche, Zeitungs-Data-Mining und einer neuen statistischen Methode der Inhaltsanalyse - verbindet, um die außenpolitischen Entscheidungen Indiens und Chinas zu erklären: zwei Länder, über die ständig diskutiert, die aber nur sehr selten rigoros verglichen werden. Mit dem Verweis auf ihre koloniale Vergangenheit erklärt Manjari Chatterjee Miller das rätselhafte Verhalten der beiden Länder heute.
Allgemeiner ausgedrückt, argumentiert sie, dass die transformative historische Erfahrung einer großen Kategorie von Akteuren - ehemalige Kolonien, die bisher bei der Untersuchung internationaler Beziehungen vernachlässigt wurden - als Methode zur Kategorisierung von Staaten im internationalen System verwendet werden kann. In diesem Prozess bietet Miller eine umfassendere Methode zur Analyse von Staaten als die traditionellen Theorien der internationalen Beziehungen.